Jahresrückblick Games – Oktober

David Hain 6

Oktober

Die größte Meldung im Oktober gehört ausnahmsweise mal nicht den Spielern, sondern den Filmen. Quasi über Nacht wird offiziell, dass George Lucas die Star Wars-Lizenz an Disney verkauft. Was an sich schon als Riesendeal durchginge, wird umso brisanter, da Disney sofort eine neue „Star Wars“-Trilogie ankündigt. Nach ersten Protestrufen legt sich der anfängliche Unmut – auch wir freuen uns mittlerweile auf neue Abenteuer in einer fernen Galaxie.

Apropos neue Abenteuer (Überleitung for the win!!): Kurz nach Muzyka und Zeschuk kündigt nun auch CliffyB, DAS Gesicht hinter Epic Games an, er wolle sich künftig neuen Aufgaben widmen. Wie die aussehen bleibt vorerst unklar, allerdings bekundet Cliffy, er wolle „den Resident Evil-Machern mal unter die Arme greifen“. Denen müsste das wiederum sehr gelegen kommen: Teil sechs der Traditionsreihe staubt im Oktober fast durchgehend schwache Wertungen ab.

Resident Evil 6 - GIGA GAMEPLAY.

Überhaupt präsentieren sich die Veröffentlichungen des Monats ungewöhnlich durchwachsen: Auf Knaller wie “Dishonored“, das herrlich altmodische „X-Com“ oder die Grafikgranate „Forza Horizon“ folgen Gurken wie das Kinect-Disaster „Fable: The Journey“, der umstrittene CoD-Klon „Medal of Honor: Warfighter“, „Need for Speed: Most Wanted“ oder das miese „007 Legends“. Selbst mit dem größten Launch im Oktober, „Assassins Creed 3“, werden wir nicht vollends warm. Angesichts der genialen Vorgänger wankt die überfrachtete und stellenweise richtig langweilige Indianer-Hüpferei. Einer der größten Hits des Jahres erscheint auch: Pokemon Schwarz/Weiß verkauft sich wie geschnitten Brot – nichts Neues also.

Ganz nebenbei zeigt sich immer deutlicher, dass die Browsergames- und Free-to-Play-Blase langsam zu platzen droht. Bigpoint, ehemals einer der Branchenriesen, entlässt 130 Leute und setzt damit ein deutliches Zeichen. Auch Gameforge, die noch im vergangenen Jahr das Berliner Unternehmen Frogster schluckten und damit deren größte Marke, Runes of Magic, bauen ebenfalls ab. Die Hamburger gamigo AG trifft es ähnlich hart und wird kurz vor Jahresende von Anteilseigner Axel Springer abgestoßen – Zukunft ungewiss.

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