Google: X Labs arbeiten an zukunftsweisenden Akkutechnologien

Jan Hoffmann 1

Während die Entwicklung von Prozessoren, Displays und weiteren Hardwarekomponenten in Mobilgeräten unaufhaltsam voranschreitet, ist in der Welt der Akkus noch kein bahnbrechender Fortschritt zu verzeichnen. Google will diesem Missstand entgegenwirken, weshalb der Konzern ein Expertenteam zur Akkuforschung aufgestellt hat.

Google: X Labs arbeiten an zukunftsweisenden Akkutechnologien
Bildquelle: 3d illustration of full alkaline battery/Egorov Artem; Shutterstock.

Das vierköpfige Team ist Teil der Forschungsabteilung von Google X und soll einem Bericht des Wall Street Journal zufolge seit 2012 unter der Leitung von Apples ehemaligem Akkuexperten Dr. Ramesh Bhardwaj stehen. Zunächst hätte man nur Akkutests durchgeführt, seit etwa 2013 arbeite man aber auch an der Erforschung neuer Akkutechnologien. Interessant: Genau in diesem Jahr sprach Google-Chef Larry Page von einem Smartphone, das unter anderem mit einer herausragenden Akku-Laufzeit glänzen könne – bekanntlich wurde daraus nichts.

Im Fokus der Akkuforschung in den X Labs stehe dabei vor allem die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. Bedenkt man, wie viel eigene Hardware Google inzwischen in seinem Portfolio aufführt, ist das Interesse an neuen Akkutechnologien wenig verwunderlich. Laut Bhardwaj habe Google über 20 Projekte, bei denen Energiespeicher eine elementare Rolle spielen. Ob man aktuell für bestimmte Geräte, wie etwa der nächsten Google Glass-Generation oder etwa für die eigenen Smartphones und Tablets der Nexus-Familie, an einem neuen Stromspeicher forscht, ist dabei nicht gesichert. Ebenso denkbar wäre der Einsatz eigener leistungsfähiger Akkus für Googles selbstfahrendes Auto, das bekanntlich bereits als Prototyp besteht, oder den Ballons von Googles Project Loon.

Google Project Loon Akkutechnologien.

Viele Unternehmen, Universitäten und Forscher versuchen sich daran, Akkutechnologien zu revolutionieren – bislang jedoch vergeblich. Da wäre beispielsweise die Entwicklung von Akkus aus Styropor-Chips zu nennen, die hohe Kapazitäten und schnelle Ladezeiten aufweisen sollen, oder ein über Kickstarter finanzierter Akku, der eine komplette Aufladung binnen 26 Sekunden verspricht. Bisher steht der erwartete Durchbruch jedenfalls noch aus, weshalb sich Besitzer von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten auch weiterhin mit den gewöhnlichen Lithium-Ionen-Akkus zufriedengeben müssen.

Quelle: Wall Street Journal via: Android and me

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