Google X patentiert Wearable zur Therapie von Krebs und Parkinson

Tuan Le 1

In den Laboren von Google X ist in den vergangenen Monaten offenbar an einem Projekt gearbeitet worden, das in Zukunft das Leben vieler Menschen retten könnte. Ein Patent mit der Bezeichnung „Nanoparticle Phoresis“, das erst im März Google zuerkannt worden ist, beschreibt eine neue Technologie, die schädliche Zellen im Körper von Patienten mittels eines High Tech-Armbands analysieren und außer Gefecht setzen soll. Unter anderem soll damit die Therapie von Patienten mit Krebs und Parkinson angenehmer gestaltet werden können.

Google X patentiert Wearable zur Therapie von Krebs und Parkinson

Wearables sind in den Augen mancher nur eine reine Spielerei, doch das medizinische Gadget von Google könnte Menschenleben retten: Patentiert wurde von Google der Entwurf für ein Armband, das den Blutkreislauf des Trägers analysiert und auf schädliche Zellen überprüft. Doch damit nicht genug: Je nachdem, welche Art von Zellen identifiziert worden ist, werden Gegenmaßnahmen durch die im Armband verbaut Technik in Form von Infrarotsignalen, Radiofrequenzen, akustischen Impulsen oder Magnetfeldern eingeleitet. Parkinsonpatienten etwa könnten Nanopartikel verabreicht werden, die die für die Krankheit verantwortlichen Proteine markieren und dadurch für das Armband erkennbar und zersetzbar machen, bei schädlichen Krebszellen ist eine ähnliche Vorgehensweise denkbar.

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Andrew Conrad, seines Zeichens Chef von Google Life Sciences, hofft in den nächsten Jahren das Armband zur Marktreife entwickeln zu können. Seit seiner Einstellung bei Google X im März 2013 arbeitet Contrad an verschiedenen Technologien, die bei der Behandlung von Krankheiten helfen sollen. Viel mehr noch: Die Gesundheit des Menschen soll mithilfe der modernen Technologie in Zukunft stets im Auge behalten werden können, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen. 175 Probanden und rund 100 Experten sind an dem Projekt beteiligt, man scheint zuversichtlich zu sein in der kommenden Zeit die notwendigen technologischen Fortschritte machen zu können. Insgesamt ein sehr sinnvolles Projekt jenseits von Android und Co. und nicht das erste Mal, dass sich Google für Patienten mit Parkinson engagiert. Im September vergangenen Jahres erwarb das Unternehmen Lift Labs, das spezielles Besteck zum Ausgleich des für die Krankheit typischen Tremors entwickelt.

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Quelle: WIPO, WSJ  via Telegraph, N24

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