Allianz für künstliche Intelligenz: Amazon, Google, Facebook, IBM und Microsoft kooperieren

Stefan Bubeck 3

„Partnership on AI“: Mehr Verständnis in der Öffentlichkeit, gemeinsame Standards und regelmäßiger Dialog – das und noch mehr will der Zusammenschluss führender Technologiekonzerne beim Thema künstliche Intelligenz erreichen. Ein großer Technik-Konzern fehlt aber.

Allianz für künstliche Intelligenz: Amazon, Google, Facebook, IBM und Microsoft kooperieren

Sind wir mal ehrlich: Die meisten von uns sind skeptisch gegenüber den schlauer werdenden Computersystemen eingestellt, die zunehmend in unseren Alltag dringen. Klar wirken nützliche Helferlein wie Siri, Cortana und Echo auf den ersten Blick freundlich und ein gewonnenes Go-Spiel ist schließlich nicht die Übernahme der Weltherrschaft (Ja, wir meinen dich, Skynet). Trotzdem ist ein gewisses Unbehagen vorhanden – und der Verdacht, dass sich das alles irgendwie negativ entwickeln könnte. Dem Durchschnittsverbraucher fehlen das technische Verständnis und der Einblick in die Forschungslabore der Unternehmen, die hinter dieser Entwicklung stecken. Nützlich wäre da eine klare Ansage der Hersteller, die bei den Benutzern Vertrauen in deren Arbeit schafft und die Angst vor intelligenten Maschinen abbaut.

Habt keine Angst vor AI

Das dachten sich wohl auch Amazon, Deep Mind/Google, Facebook, IBM und Microsoft – und haben jetzt die „Partnership on AI“ gegründet.

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Die Allianz ist aus formaler Sicht eine gemeinnützige Organisation, die sich von typischer Lobbyarbeit und Politik klar abgrenzen will. Die offiziellen Ziele sind das Fördern von Erfolgsmodellen, die Steigerung des öffentlichen Verständnisses und das Erschaffen einer offenen Diskussionsplattform. Es geht um Begrifflichkeiten wie Ethik, Datenschutz und Transparenz – also weitreichende und abstrakte Konzepte, die wir bisher bei jedem einzelnen Anbieter individuell verortet haben. In Zukunft soll der Verbraucher also wissen, dass man da an gemeinsamen Standards arbeitet und sich die Konkurrenten gegenseitig auf die Finger schauen.

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Die Allianz soll wachsen und Apple fehlt vorerst

Die „Partnership on AI“ will wachsen und hofft auf Teilnehmer aus akademischen und politischen Kreisen, die den Dialog zukünftig vorantreiben. Obwohl man im Vorfeld mit wichtigen Technologieunternehmen in Kontakt getreten ist, fehlt ein großer Name an Bord des Gründungsteams: Apple. Dort wisse man zwar Bescheid und habe sich laut dem Magazin Business Insider auch schon positiv geäußert – aber beim Start ist der für seine Geheimnistuerei bekannte Branchenriese trotzdem nicht dabei.

Quellen: Partnership on AI, recode, Business Insider

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