Android: Wettbewerbsverfahren gegen Google wird wahrscheinlicher

Philipp Gombert

Bei den Ermittlungen im Wettbewerbsverfahren gegen Google könnte Android zum Ziel der EU-Kommission werden. Nachdem man das mobile Betriebssystem bereits vor einiger Zeit ins Auge fasste, steht der Prozess nun möglicherweise vor dem offiziellen Start.

Das Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission gegen Google könnte schon bald auf Android ausgeweitet werden. Nach Angaben von Bloomberg soll die Behörde Google-Kritikern eine 24-stündige Frist gesetzt haben, um Geschäftsgeheimnisse aus ihren Stellungnahmen zum Fall zu entfernen. Dabei bezieht sich die Finanznachrichtenagentur auf Aussagen von drei mit der Materie vertrauen Personen, die aufgrund des laufenden Verfahrens aber um Anonymität gebeten haben. Die Frist wird als Hinweis gesehen, dass bald ein offizielles Verfahren eröffnet werden könnte, in dem die Stellungnahmen als Beweisstück dienen.

Der Prozess um Google und Android könnte laut der Financial Times am kommenden Mittwoch von EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager publik gemacht werden. Gleichzeitig sei jedoch auch eine Verzögerung möglich, da ein Sprecher der EU-Kommission aufgrund laufender Ermittlungen eine Stellungnahme verweigerte.

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Android eine „Mogelpackung“

Bereits 2013 wurde Beschwerde gegen Google bei der EU-Kommission eingereicht. Demnach handle es sich bei Android um eine „Mogelpackung“: Das System selbst könne zwar kostenlos verwendet werden, die Nutzung von Google-Apps bedarf allerdings einer Lizenzierung. Dabei sind fast alle Hersteller auf besagte Anwendungen angewiesen. Hier vermutete die Unternehmenskoalition Fairsearch einen Missbrauch der marktbeherrschenden Position des Internetkonzerns. Pikanterweise sind aber auch direkte Google-Konkurrenten wie Microsoft an Fairsearch beteiligt, weshalb die Wehklagen über einen angeblichen Missbrauch wohl nicht ganz uneigennützig sind.

Quelle: Bloomberg & Financial Times via Heise

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