Andy Rubin: Android-Gründer verlässt Google

Tuan Le 1

Andy Rubin, bekannt als Gründer von Android und jahrelang Hauptverantwortlicher in der Android-Entwicklung bei Google, verlässt das Unternehmen. Im vergangenen Jahr gab er bereits seine Position als Android-Chef auf und übergab die Verantwortung an Sundar Pichai. Während dieser erst vor kurzem eine ganze Reihe weiterer Abteilungen übernahm, steigt Rubin nun auch aus der Roboter-Entwicklung bei Google aus und möchte sich künftig auf die Unterstützung von Hardware-Startups konzentrieren.

Andy Rubin: Android-Gründer verlässt Google

Im vergangenen Jahr gab es bereits durch den Wechsel in der Chef-Etage der Android-Entwicklung von Andy Rubin zu Sundar Pichai eine tiefgreifende Veränderung, die vielerorts für Verwunderung sorgte. Vorerst arbeitete Andy Rubin allerdings weiter für Google, und zwar an der Entwicklung von Robotern, was – wie er damals sagte – schon immer sein Wunschtraum gewesen war. Offenbar konnte auch diese Tätigkeit den Android-Gründer nicht lange bei Google glücklich machen, denn jetzt ist Andy Rubin endgültig ausgestiegen und verlässt Google, um eigenen Projekten nachzugehen.

Dabei gibt es bislang noch keine konkreten Resultate aus der einjährigen Phase der Arbeit in der Roboter-Entwicklung, wenngleich Rubin sagt, dass Larry Page, CEO von Google, ihm alle benötigten Freiheiten gelassen habe. Was nun der Anlass für den Ausstieg gewesen ist, ist unklar. Gerüchten zufolge habe es Probleme mit Rubins Herangehensweise im Entwickler-Team gewesen. Rubin fiel in der Vergangenheit schon durch unkonventionelle Maßnahmen auf, etwa die Android-Abteilung strikt vom Rest des Google Mitarbeiter-Stabs zu trennen: Für eine Zeit lang besaß sein Team sogar einen eigenen Esssaal auf dem Google-Campus.

Natürlich sind dies alles Spekulationen und die wahren Beweggründe von Rubin dürften höchstens dann an die Öffentlichkeit dringen, wenn er diese freiwillig preisgibt. Er selbst betont lediglich, dass er sich keineswegs wie von manchen behauptet, eingeengt gefühlt habe, jedoch den Drang verspürte, etwas Eigenes zu machen. Konkret wolle er nach dem Ausstieg ein Gründungszentrum für Hardware-Startups erschaffen und somit neue innovative Projekte fördern.

Google-Chef Larry Page wünschte Rubin alles Gute und bedankte sich für seine jahrelange Arbeit bei Android. Der Ausstieg von Rubin stellt in jedem Falle einen Verlust für Google dar, wenngleich mit James Kuffner in der Abteilung für die Entwicklung von Robotern zumindest ein kompetenter Nachfolger gefunden worden ist. Schließlich arbeitet Kuffner schon seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Entwicklung von menschenähnlichen Robotern und war auch fünf Jahre lang an der Entwicklung von Googles fahrerlosem Auto beteiligt. Dennoch ist es schade, dass Andy Rubin als der Mann, der Android überhaupt ins Leben gerufen hat, das Unternehmen ohne viel Ruhm und Glanz verlässt.

Trifft Rubin die richtige Entscheidung? Was könnten seine Beweggründe gewesen sein? Eure Meinung wie immer unten in die Kommentare.

Quelle: WSJ, The Information (Paywall) [via Android Beat]

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