Google ist ein großartiges Unternehmen. Dank dem IT-Riesen arbeite ich bei GIGA und habe einen Job, der gleichzeitig mein Hobby ist. Danke Google! Doch neben all den tollen Diensten, Ideen, Innovationen und Geräten bleibt doch bestimmten Meldungen ein mulmiges Gefühl im Magen. So wie bei dem Patent zur intermaschinelle Kommunikation.

 

Google

Facts 

Das Konzept ist „denkbar“ einfach. Das System von Google erhält Zugriff auf all eure Social Media Kanäle und wertet aus wie ihr auf Geburtstage, Glückwünsche, Statusupdates und sonstige Social Media Aktionen reagiert. Nach dem Patent antwortet das System dann so in eurem Namen, wie ihr es wohl getan hättet.

Googles Social Media Bot

Google hat ein Patent angemeldet, welches nach der Aktivierung durch euch (Opt-In) eure Social Media Kanäle ausliest und von euch lernt. Es lernt sich zu bedanken, zu gratulieren, es lernt was ihr mögt (anhand der Likes, +1 oder ReTweets) und was ihr nicht mögt (nicht gelesen oder negativ kommentiert). Mit anderen Worten: Google lernt wie ihr zu sein. Natürlich muss man diese Funktion später selbst aktivieren, Google schaltet sie nicht einfach irgendwann ein.

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Google lernt unaufhörlich

Außerdem gibt das Patent an, dass man diverse Antwortvorschläge individuell anpassen kann. Ich stelle mir das so vor, dass im entsprechenden Social Media Stream eine Meldung aufploppt und Google euch sagt „Die Franzi hat Geburtstag, folgendes haben wir für dich schon mal vorbereitet

So stellt man als Anwender weiterhin die letzte ausführende Instanz vor dem eigentlichen Eintrag dar. Man überprüft den Text, passt ihn entsprechend an und schickt die Glückwünsche ab. Dieser Social Media Bot lernt dann mit jeder Änderung etwas mehr von uns, irgendwann muss man gar nichts mehr korrigieren und in fünf bis 10 Jahren antworten die Dinger dann ganz automatisch für uns. Die Frage ist nur, brauchen wir sowas?

Quelle: patft.uspto.gov
via: huffingtonpost

Jens Herforth
Jens Herforth, GIGA-Experte.

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