Chromebit: 100 Dollar-Stick mit Chrome OS und günstige Chromebooks vorgestellt

Rafael Thiel 6

Das von Google ins Leben gerufene Chrome OS wartet in Europa zwar noch auf seinen Durchbruch, erfreut sich aber aufgrund der einfachen Bedienung und des geringen Hardwarepreises zunehmender Beliebtheit. Am gestrigen Dienstag hat der Konzern mit Hauptsitz im kalifornischen Mountain View eine Reihe neuer Chrome OS-Geräte vorgestellt – darunter: ein portabler HDMI-Stick mit vollem Funktionsumfang namens Chromebit, ein Convertible mit flexibler Klappvorrichtung von ASUS sowie besonders preiswerte Modelle der chinesischen Hersteller Haier und Hisense.

Chromebit: 100 Dollar-Stick mit Chrome OS und günstige Chromebooks vorgestellt

Während Google zu Beginn ob seiner tapsigen Schritte in Richtung eines produktiven Betriebssystems belächelt wurde, sorgte Chrome OS mittlerweile für den einen oder anderen Beachtungserfolg – so gehören Chromebooks in den USA bei Amazon etwa zu den Bestsellern in der Kategorie Laptop. Der Konzern gewinnt weiterhin neue Partner für sein Langzeitprojekt und überraschte mit seiner gestrigen Neuvorstellung mitunter mit interessanten Hardwarekonzepten.

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Chromebit: Ein HDMI-Stick mit Chrome OS

Asus-Chromebit-Stick

In Zusammenarbeit mit ASUS hat Google den sogenannten Chromebit entwickelt. Dabei handelt es sich um einen vollfunktionsfähigen Computer mit Chrome OS in Form eines HDMI-Sticks, der sich an jeden Fernseher oder Monitor anschließen lässt. Das Gerät, das laut Eigenaussage „kleiner als ein Schokoriegel“ ist, soll demnächst für weniger als 100 US-Dollar erhältlich sein. Das Konzept könnte sich etwa zur flexiblen Aufrüstung an Schulen als nützlich erweisen. Auch ein Einsatz im geschäftlichen Bereich ist denkbar und wird von Google entsprechend beworben.

Chromebook Flip: Das erste Convertible mit Chrome OS

Asus-Chromebook-Flip

Mit dem ASUS Chromebook Flip schafft es ebenfalls eine neue Produktkategorie in die Riege der mit Chrome OS betriebenen Geräte. Das Convertible lässt sich wahlweise im Tablet-Modus nutzen, wo der touchsensitive Bildschirm mit einer Bilddiagonale von 10,1 Zoll zum Tragen kommt, oder als gewöhnliches Netbook mit Tastatur. Mit an Bord ist ebenfalls ein Beschleunigungsmesser, damit automatisch zwischen Portrait- und Querformat gewechselt werden kann. Als Prozessor kommt ein Rockchip 3288 Quad-Core zum Einsatz sowie wahlweise 2 oder 4 GB Arbeitsspeicher. Das Gehäuse des Hybriden, der übrigens nur rund 0,9 Kilogramm auf die Waage bringt, ist ferner aus hochwertigem Aluminium gefertigt. Das Chromebook Flip wird im Laufe des Frühjahres zum Preis von 249 US-Dollar aufschlagen.

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Weitere Chromebooks von Haier, Hisense und Co.

Darüber hinaus wurden noch zwei gewöhnliche Chromebooks von Haier und Hisense vorgestellt. Diese warten mit günstiger Hardware auf, wobei es von Haier sogar eine stabilere und wasserfeste Variante für den Außeneinsatz geben wird. In den USA können besagte Chromebooks bereits bei Amazon beziehungsweise Walmart jeweils für 149 US-Dollar vorbestellt werden. Außerdem konnten mit TRUE, XOLO und Nexian weitere Partner gewonnen werden, die in den kommenden Monaten Geräte von 11,6 Zoll bis 15 Zoll zu Preisen von 199 US-Dollar bis 499 US-Dollar vorstellen sollen.

Damit einher geht zudem die Ankündigung, dass die App Runtime for Chrome, die es erlaubt, Android-Apps unkompliziert auf Chrome OS laufen zu lassen, ab sofort von jedem Entwickler genutzt werden kann. Bislang waren lediglich ausgewählte Anwendungen von Google zugelassen worden. Die Laufzeitumgebung befindet sich jedoch nach wie vor in der Betaphase. Ob die genannten Chrome OS-Modelle derweil den Weg nach Deutschland finden werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: Chrome Blog via The Verge, Engadget

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