Google-Konkurrent „Qwant“ startet in Deutschland und ist deutlich anders

Martin Malischek

Die 16:10 bzw. 16:9-Bildschirme bieten deutlich mehr Platz in der Breite, als die mittlerweile ausgedienten 4:3-Modelle. Diese Tatsache hat sich die französische Suchmaschine „Qwant“ zu Nutze gemacht, die heute in Deutschland gestartet ist.

Die Suchergebnisse werden in verschiedenen vertikal angeordneten Spalten angezeigt. Die Spalten lassen sich jedoch nicht einzeln scrollen, sondern die Seite scrollt komplett. Im Reiter „Netz“ finden sich die „normalen Suchergebnisse“, die zweite Spalte zeigt Nachrichten, die dritte Spalte beinhaltet Artikel von Online-Enzyklopädien und ähnlichem, in der vierten Spalte werden soziale Netzwerke nach Ergebnissen durchsucht und in der letzten Auflistung könnt ihr passende Artikel aus Shops finden. Über diesen Spalten werden Medien wie Bilder und Videos angezeigt, nach denen sich auch im Sektor „Medien“ gesondert suchen lässt.

Qwant wird nicht durch Werbung refinanziert

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Doch nicht nur mit dieser Tatsache, sondern auch mit stärkeren Datenschutz-Bestimmungen möchte die Suchmaschine Nutzer auf ihre Seite ziehen. Im Gegensatz zu dem Konkurrenzprodukt aus Mountain View finanziert sich Qwant nicht durch Werbung, sondern über den sogenannten B2B-Sektor und Bestellungen in Online-Shops: Der Konzern zeigt Suchergebnisse an, die mit einem Affiliate-Link verlinkt sind, über die dann bei einem getätigten Einkauf des Nutzers Einnahmen generiert werden. Im B2B-Sektor bietet „Qwant“ Daten zur Marktforschung an, die durch die Suchanfragen der Nutzer erhoben werden können. Die Suchmaschine wurde in einem Zeitraum von zwei Jahren entwickelt, insgesamt stecken im Projekt 3,5 Millionen Euro. Die Server von Qwant sind nur in Europa zu finden.

Vor allem in Sachen Datenschutz möchte die Suchmaschine aus Frankreich anders sein: Es werden lediglich Cookies pro Sitzung gespeichert und auf die Erhebung von IP-Adressen verzichte man ebenso. Die Servers des Google-Konkurrenten liegen laut dem Anbieter, wie bereits erwähnt, nur in Europa, hier greifen also die europäischen Datenschutzbestimmungen.

Partnerschaft mit Firefox für mehr Popularität

Für die Popularität des Dienstes sollen die geschlossenen Partnerschaften mit Firefox (auf jedem Firefox-Smartphone oder -Tablet ist die Suchmaschine voreingestellt) und TripAdvisor sorgen, die den Nutzern die Suchmaschine als Standardlösung anbieten werden.

via t3n

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