Du kannst jetzt mit Google Street View in einen Vulkan klettern

Stefan Bubeck 1

Schon mal von der Insel Ambrym und dem Vulkan Marum gehört? Absolut sehenswert, aber leider weit weg. Zum Glück sind zwei Forscher hinabgestiegen und haben die 360-Grad-Aufnahmen bei Google Street View veröffentlicht.

Du kannst jetzt mit Google Street View in einen Vulkan klettern
Bildquelle: By J.D. Griggs (USGS HVO) [Public domain], via Wikimedia Commons.

„Ich war noch niemals in New York,“ sang der Österreicher Udo Jürgens in einem seiner größten Hits. Es gibt Orte auf der Welt, da kommt man wahrscheinlich selbst nie hin – was aber, seit es Google Street View gibt, gar nicht mehr ganz so schlimm ist. Da kann man bequem die Welt erkunden, etwa auf dem Sofa oder sogar auf dem Heimtrainer, wie der Brite Aaron Puzey. Besonders praktisch wird die virtuelle Reise, wenn es zu gefährlichen Orten geht, die man vielleicht gar nicht betreten möchte.

Einwohner: Wir glauben die Vulkane sind Teufel

Die beiden Vulkankegel Benbow und Marum befinden sich auf der Insel Ambrym, die zum ozeanischen Staat Vanuatu gehört. Der Ortsvorsteher Moses aus dem nahegelegenen Dorf Endu erklärt, wie gefährlich sie sind: „Wir glauben, dass Benbow und Marum zwei Teufel sind. Wenn du da hochsteigst, musst du sehr vorsichtig sein, denn sie können jederzeit wütend werden. Sie sind ein Ehepaar – wenn die beiden streiten, dann gibt es einen Ausbruch und wir opfern ein Schwein, um sie zu besänftigen.“

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Die beiden Forscher Geoff Mackley und Chris Horsly sehen das offenbar anders und sind 400 Meter in den Feuerschlund hinabgestiegen. Mit einer 360-Grad-Kamera (Anmerkung: Damit ist die Aufnahme von Rundum-Ansichten gemeint, nicht die Hitzebeständigkeit) haben sie den rund zwei Fußballfelder großen See aus Lava im Inneren des Marum Kraters aufgenommen. „Am Rande des Kraters zu stehen und die Hitze auf der Haut zu spüren ist ein phänomenales Gefühl. Ich hoffe, dass die Leute sehen, in was für einer wunderbaren Welt wir leben, jetzt wo die Bilder in Google Maps verfügbar sind,“ schildert Horsly sein Erlebnis.

Anmerkung: Das Titelbild dieses Artikels zeigt den Krater des Vulkans „Puʻu ʻŌʻō“ auf Hawaii.

Quelle: Google

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