Googles Vorsitzender Eric Schmidt und der Jusitziar des Unternehmens, David Drummond, haben sich auf der Hauptversammlung zum Urteil des EuGH geäußert. Sie sind enttäuscht von der Entscheidung der Richter und prüfen derzeit noch die Konsequenzen.

Während in Europa viele Pressestimmen das Urteil der Richter vom europäischen Gerichtshof begrüßen, herrscht auf der anderen Seite des Atlantiks ein anderer Tenor. Dort wirft man der EU unter anderem vor, „nichts begriffen“ zu haben, wie bei mashable zu lesen ist.

Auf Googles Hauptversammlung haben nun auch führende Persönlichkeiten des Unternehmens erste Aussagen zum Urteil getroffen. Der EuGH entschied am Dienstag, Google muss auf Anfrage Links aus seinen Suchergebnissen entfernen, die mehr über eine Person verraten.

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Eric Schmidt gab an, in diesem Fall kollidierten das „Recht auf Vergessen“ und das „Recht auf Wissen“ miteinander. Aus Googles Perspektive muss es eine Balance zwischen diesen beiden Punkten geben. Diese wurde durch das Urteil gestört. (Im Video ab 1:06:00)

2014 Annual Meeting of Stockholders

Ähnlich äußerte sich auch Drummond. Die Entscheidung sei enttäuschend. Sie berücksichtige nicht das Recht der freien Rede, einem grundlegenden Menschenrecht.

Die Funktionäre des Unternehmens konnten noch keine konkreten Anworten darauf geben, wie sich der Fall auf die Geschäfte auswirken könnte.

Wie der britische Telegraph berichtet, sollen bereits mehrere Anfragen zur Löschung eingegangen sein. Es hat ganz den Anschein, als ob Google eigens Mitarbeiter in Europa für die Bearbeitung dieser Aufforderungen abstellen müsse. Aber einen genauen Masterplan hat dass Unternehmen noch nicht.

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Bild via shutterstock

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