Google hilft: Angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise hat der Technologiekonzern eine Online-Spendenaktion ins Leben gerufen. Beteiligt sind die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, International Rescue Committee, Save the Children und das UNHCR. Um möglichst schnell das anvisierte Ziel von 10 Millionen Euro zu erreichen, verdoppelt Google außerdem jede Spende.

Derzeit sind laut Aussage der Vereinten Nationen weltweit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Um diese schier unglaubliche Zahl mal etwas einzuordnen: Ein Land wie Italien kommt beispielsweise auf 59 Millionen Einwohner, Großbritannien auf 64 Millionen. Die gesamte Bevölkerung eines mittelgroßen europäischen Landes befindet sich aktuell also auf der Flucht. Die Menschen fliehen vor Krieg, politischer Verfolgung oder weil sie den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen ihrer Herkunftsländer entkommen wollen. Jenen Menschen will Google nun helfen.

Nachdem das kalifornische Unternehmen bereits selbst eine Millionen Euro gespendet hat, ruft Google nun über einen Link, prominent platziert auf der eigenen Such-Startseite Internetnutzer auf, ebenfalls ihre Herzen und Portemonnaies zu öffnen. Dazu wird laut den Informationen auf der Aktionsseite mit dem sogenannten Network for Good zusammengearbeitet, einer Fundraising-Plattform für gemeinnützige Organisationen. Das NfG leitet die eingesammelten Spendengelder dann zu gleichen Teilen an die beteiligten Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, International Rescue Committee, Save the Children und das UNHCR weiter.

Doch Google ruft nicht nur zu Spenden auf, sondern geht einen Schritt weiter: Bis das Spendenziel von 10 Millionen Euro erreicht ist, verdoppelt der Internetgigant jede eingegangene Spende. Konkret müssen also 5 Millionen Euro auf dem Spendenkonto eingehen – anschließend verdoppelt Google den Betrag. Die Hilfsgelder werden dann genutzt, um vor Ort medizinische Versorgung, Nahrungsmittel oder Unterkünfte für die Flüchtlinge bereitzustellen. Lobenswert: Die kompletten Verwaltungskosten der Aktion werden von Google übernommen, sodass jeder einzelne Cent den Hilfsorganisationen zugute kommt.

Bilderstrecke starten(23 Bilder)
Googles Friedhof: 23 Projekte, die vom Mega-Konzern zu Grabe getragen wurden

Spenden an Flüchtlinge – so geht’s

Um an der Aktion teilzunehmen, ist ein Google-Account mit hinterlegter Kreditkarte notwendig. Die Spendenbeträge selbst lassen sich nicht frei wählen, Google setzt hier auf Stückelungen beginnend ab 5 US-Dollar (aktuell circa 4,42 Euro) bis 200 US-Dollar (176 Euro). Nachdem gespendet wurde, erhalten Nutzer eine E-Mail-Bestätigung, die gleichzeitig als Spendenbescheinigung gilt. Damit sollte sich die Spende nach deutschem Recht auch steuerlich absetzen lassen.

Zu Googles Spenden-Aktion für Flüchtlinge

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.