Google entwickelt mit „Fuchsia“ ein komplett neues Betriebssystem für Smartphones, Tablets und PCs. Erste Screenshots und ein Video enthüllen die Funktionsweise von Fuchsia und weitere überraschende Informationen zur Basis des OS.

Google Fuchsia basiert nicht mehr auf Linux

Eine der wichtigsten Informationen zu Google Fuchsia ist die Tatsache, dass das neue Betriebssystem nicht mehr auf einem Linux-Kernel basiert. Google verwendet einen eigenen Micro-Kernel mit der Bezeichnung „Magenta“. Der neue Kernel fällt damit auch nicht mehr unter die GPL (General Public License). Grund hierfür könnte die Problematik der Aktualität der Linux-Kernel bei Android-Geräten sein. Selbst in den Pixel-Smartphones kommt ein Kernel aus 2014 zum Einsatz, obwohl neuere Versionen zur Verfügung stehen.

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Fuchsia mit komplett neuer Oberfläche

Google hat Fuchsia entwickelt, um eine extrem hohe Performance zu ermöglichen, ohne dass High-End-Komponenten im Endgerät verbaut sein müssen – ähnlich wie es bei iOS der Fall ist. Die Oberfläche und Apps werden mit dem Cross-Plattform-SDK „Flutter“ geschrieben. Der damit erzeugte Code kann sowohl unter Android als auch iOS verwendet werden. Google könnte die neue Oberfläche und die dazu passenden Apps also auch auf Android-Smartphones zum Einsatz bringen. Flutter-Apps werden in Dart geschrieben und sollen eine hohe Performance mit 120 Frames pro Sekunde erreichen.

Das nachfolgende Video zeigt die Oberfläche von Fuchsia in einem frühen Status.

Fuchsia OS: Demo (YouTube)

Die Oberfläche von Fuchsia unterscheidet sich erheblich von Android und basiert auf Karten für Apps. Die Fuchsia-Apps können geöffnet, verschoben und nebeneinander dargestellt werden. Echtes Multitasking mit bis zu vier Apps gleichzeitig ist möglich. Optional sogar mit Tabs in den jeweiligen Apps.

Das ist ein komplett neuer Ansatz für ein Betriebssystem, wobei man aktuell auch noch nicht absehen kann, ob und wie Google Fuchsia einsetzen möchte. Die Entwicklung wird in jedem Fall vorangetrieben, um eine Alternative zu Android und Chrome OS zu haben, die von der Performance mit iOS mithalten kann. Aktuell befindet sich die Entwicklung noch in einer sehr frühen Phase.

Quelle: arstechnica