Google 2017: Nur noch Ökostrom für Rechenzentren

Stefan Bubeck

Der Konzern aus Mountain View setzt zur Abdeckung seines gigantischen Strombedarfs seit Jahren auf erneuerbare Energien. Nächstes Jahr soll die 100 Prozent-Marke erreicht werden.

Google 2017: Nur noch Ökostrom für Rechenzentren
Bildquelle: Pixabay.

Suchanfragen bearbeiten, Youtube-Videos konvertieren und vieles mehr: Googles Rechenzentren sind wahre Stromfresser. Nicht nur für die reine Rechenleistung, auch für die Kühlung werden riesige Mengen Energie benötigt. Dazu kommen natürlich auch noch die Büros für zehntausende Mitarbeiter – insgesamt hat der Konzern 2015 so viel Strom wie ganz San Francisco verbraucht, laut einem Bericht der New York Times rund 5,7 Terawattstunden.

Größter Einkäufer erneuerbarer Energien der Welt

Urs Hölzle, Google Senior Vice President of Technical Infrastructure, hat in einem Blogeintrag angekündigt, dass der komplette Energiebedarf im kommenden Jahr aus Solar- und Windkraftanlagen gewonnen werden soll. Um diesen Meilenstein zu erreichen, hat sich Google bereits seit Jahren vorbereitet und entsprechende Verträge mit Stromherstellern abgeschlossen. Die erste derartige Vereinbarung fand 2010 mit einer Windenergiefarm in Iowa statt.

Die mittlerweile zwanzig Abmachungen umfassen eine Gesamtleistung von 2,6 Gigawatt (2600 Megawatt) – Google ist der größte private Einkäufer erneuerbarer Energien der Welt und platziert sich so weit vor anderen Branchenriesen wie Facebook, Apple oder Microsoft. Um Marty McFly durch die Zeit reisen zu lassen, wurden lediglich 1,21 Gigawatt benötigt.

Ein wichtiger Faktor sei laut Hölzle auch der Umstand, dass die Preise für Wind- und Solarenergie in den letzten sechs Jahren um 60, respektive 80 Prozent, gesunken sind. Letzten Endes geht es um eine verbesserte CO2-Bilanz und den Klimaschutz. In diesem Ziel sind sich die große IT-Konzerne einig, sie unterstützen den „Clean Power Plan“ des US-Präsidenten Obama.

Googles Vorstoß ist lobenswert, jedoch muss beachtet werden, dass dies nicht mit einer Situation gleichzusetzen ist, in der die Rechenzentren tatsächlich und ausschließlich mit Wind- und Solarenergie betrieben werden, als wären sie direkt an die Anlagen angeschlossen. Die Verträge regeln die Abnahme der Leistung beim Hersteller, der so die notwendigen Garantien hat, um beispielsweise mehr Windturbinen ans Netz zu nehmen.

Quellen: Google, NY Times

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