Google: Androidbooks sollen zum Ende des Jahres erscheinen [Gerücht]

Daniel Kuhn 7

Mitte März ist Andy Rubin überraschend als Android-Chef zurückgetreten und hat Sundar Pichai, dem Leiter der Chrome OS-Sparte, das Amt überlassen. Die folgenden Spekulationen, dass beide Betriebssysteme in der Zukunft zusammengelegt werden, hat Eric Schmidt zwar kurz darauf dementiert – einem neuen Gerücht nach, sollen nun allerdings zum Ende des Jahres sogenannte Androidbooks, also Notebooks mit dem mobile OS auf den Markt kommen; das wirft einige Fragen auf.

Google: Androidbooks sollen zum Ende des Jahres erscheinen [Gerücht]

Chrome OS ist für Laptops, Android für Smartphones und Tablets – dies war bisher die klare Ausrichtung beider Betriebssysteme. Eine Verschmelzung, die sich neben der verchromten Android-Statue auch durch das mit Touchscreen ausgestattete Chromebook Pixel angedeutet hatte, wird es laut Eric Schmidt in absehbarer Zukunft nicht geben. Gerade als wir uns mit dieser Strategie angefreundet haben, kommt die DigiTimes mit einem Artikel um die Ecke, laut dem zum Ende des Jahres sogenannte Androidbooks, also Notebooks mit Android auf den Markt kommen sollen. Was sollen wir nun davon halten?

Zunächst einmal müssen wir anmerken, dass die DigiTimes bei Gerüchten nicht gerade die stabilste Trefferquote aufweist, die Meldung darf daher also schon einmal mit großer Skepsis betrachtet werden. Aber nehmen wir einfach mal an, dass etwas an dem Bericht dran ist, wie könnten diese Androidbooks aussehen?

Wir glauben nicht, dass Google sich selber Konkurrenz machen und klassische Notebooks mit Touchscreen und Android herausbringen wird – den ohnehin schrumpfenden PC-Acker wird man auch weiterhin mit den Chromebooks bestellen. Android wird dagegen auch in Zukunft eher für mobile Geräte gedacht sein — und so scheinen Tablets mit Tastatur-Dock, wie zum Beispiel die Transformer-Reihe von ASUS, deutlich plausibler.

Ein kommendes Nexus-Tablet samt Tastatur wäre durchaus vorstellbar, denkbar wären allerdings auch Dockingstationen wie Motorolas Lapdock — Bestrebungen, Android-Smartphones um Desktop-Funktionen zu erweitern, gibt es bereits seit längerem. Neben den inzwischen gescheiterten Laptop-Dockingstationen von Motorola arbeitet auch Canonical seit einiger Zeit an einer Ubuntu-Version für Android-Smartphones und selbst Google soll Gerüchten zufolge bereits an einem Docking-Modus für Android werkeln, mit dem das Smartphone Desktop-kompatibel wird. Dieser Modus wurde eigentlich zur Vorstellung von Jelly Bean erwartet, hat es aber bekanntermaßen nicht in die aktuelle Android-Iteration geschafft – ob dieses Feature in Key Lime Pie Einzug halten wird, bleibt abzuwarten.

Nach Angaben der DigiTimes könnten die ersten Androidbooks Ende des dritten beziehungsweise Anfang des vierten Quartals auf den Markt kommen – erfahrungsgemäß also ungefähr der Zeitraum, in dem auch die neue Nexus-Kollektion präsentiert wird. Wir hoffen allerdings, dass Google sich bis dahin gegen den Namen Androidbook entscheidet.

Was haltet ihr von dem Gerücht? Denkt ihr Android wird stärker auf Desktop-Nutzung ausgerichtet? Und wie könnten die ominösen Androidbooks eurer Meinung nach aussehen? Teilt eure Ansichten in den Kommentaren mit uns.

Quelle: DigiTimes [via Android Community]

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