Google arbeitet an eigenem Mobilfunkangebot für die USA [Gerücht]

Rafael Thiel

Einem Bericht zufolge, plant Google in naher Zukunft als Mobilfunkanbieter aufzutreten. In den USA soll das Angebot derzeit unter dem Codenamen „Nova“ mit den Netzbetreibern Sprint und T-Mobile ausgearbeitet werden.

Google arbeitet an eigenem Mobilfunkangebot für die USA [Gerücht]

Der Gerüchtefluss aus Mountain View ist stetig und scheint nie abzubrechen; regelmäßig ereilen uns vermeintliche Informationen, zu neuen beziehungsweise erweiterten Geschäftsfeldern, die Google angehen möchte. Ein solches Gerücht, trat in der Vergangenheit wiederholt auf und könnte sich in naher Zukunft schlussendlich manifestieren.

Wie das in der Regel zuverlässige Magazin The Information mit Verweis auf drei mit der Materie vertraute Personen berichtet, könnte Google noch in diesem Jahr zum Mobilfunkanbieter avancieren. Der Konzern plane demnach unter dem Projektnamen „Nova“, eigene Angebote für Telefonie und mobiles Internet ins Portfolio aufzunehmen. Dabei soll auf die bereits vorhandene Netzinfrastruktur von Sprint und T-Mobile zurückgegriffen werden. Anstatt selbst als „Mobile Network Operator“ (MNO) aufzutreten, würde Google sich als sogenannter „Mobile Virtual Network Operator“ (MVNO) positionieren – wie etwa in Deutschland die Mobilfunkdiscounter Congstar oder Fyve.

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Die Gerüchte häufen sich: Unbegrenztes Surfen im „Google-Netz“?

Die Kollegen von Android Police geben zudem an, bereits vor geraumer Zeit Informationen über ein solches unter dem Codenamen „Nova“ gehandeltes Vorhaben zugespielt bekommen zu haben. Da es im vergangenen Jahr jedoch keine näheren Hinweise gab, verzichteten sie nach Eigenaussage auf eine Veröffentlichung. Allerdings untermauert dieses Detail den Bericht über Googles Pläne für den US-amerikanischen Mobilfunkmarkt noch einmal. Denn Android Police zufolge, hieß es damals, dass sich das Projekt auf Google Voice – welches mittlerweile in Hangouts integriert wurde – stützen solle. Das Angebot sollte sich auf mobiles Internet beschränken, jedoch über unlimitiertes Datenvolumen und proprietäre WLAN-Hotspots verfügen. In Verbindung mit den Telekommunikationsdiensten, die Hangouts anbietet, würde das beinahe einem gewöhnlichen Providervertrag gleichen.

Diese Erkenntnisse decken sich mit vorangegangenen Gerüchten. So wurde etwa im April vergangenen Jahres bereits berichtet, dass Google sich in Verhandlungen mit den vier großen US-Netzbetreibern befinde – in Mountain View scheint man sich, dem aktuellen Bericht zufolge, mit Sprint und T-Mobile einig geworden zu sein, deren Netzwerke und Frequenzen zudem interoperabel sind. Ferner machte im Mai ein Gerücht die Runde, wonach der Konzern vorhabe, in Kooperation mit Ladenbetreibern, Restaurants, Arztpraxen und ähnlich stark frequentierten Einrichtungen, kostenlose WLAN-Hotspots in Innenstädten anzubieten – diese Pläne könnten mit den Angaben des Tippgebers von Android Police korrespondieren.

Wann und ob das Mobilfunkangebot aus Mountain View überhaupt an den Start gehen wird, ist derweil unbekannt – es spricht jedoch einiges dafür, dass es das Projekt „Nova“ tatsächlich gibt und sich bereits in der finalen Phase befindet.

Quelle: The Information (hinter Bezahlschranke), Android Police

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