Google beteuerte zur Bekanntgabe von Project Ara die vollständige Modularität. Und nachdem man lange nichts von dem Baukasten-Smartphone hörte, trug der Konzern auf der Entwicklerkonferenz I/O 2016 dick auf: Noch in diesem Jahr wird Project Ara als Developer Preview erscheinen – allerdings muss man mit Einbußen hinsichtlich der Modularität rechnen. Nun wurde bekannt, warum Komponenten wie unter anderem die CPU nicht ausgetauscht werden können.

 

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Project Ara: What's Next

Dass man beim Marktstart von Project Ara auf eine vollständige Modularität verzichten muss, war bereits bekannt. Nun verrät man den Grund für die Wende. Laut Rafa Camargo — seines Zeichens Lead Engineer von Project Ara — sollen die Kernkomponenten fest verbaut sein. In Studien fand man nämlich heraus, dass der Nutzer kein Interesse am Austausch von CPU, GPU oder desgleichen habe. Vielmehr erwarte der Verbraucher, dass besagte Komponenten immer vorhanden seien und funktionieren würden. Beim ersten Prototyp habe man auf vollständige Modularität gesetzt. Allerdings erkannten die Entwickler, dass sich der Nutzer kaum darum kümmert.

Worauf müssen wir also verzichten? CPU, GPU, Akku, Display und Antennen sind damit vom Austausch ausgeschlossen. Übrig bleiben Lautsprecher, Kamera, E-Ink-Display und Speicher. Merkliche Abstriche im Vergleich zum ursprünglichen Plan — viele Nutzer haben sich vermutlich deutlich mehr von dem modularen Smartphone versprochen. Allerdings sammele man bei Google weiter Ideen für zusätzliche Module. Ob der Umschwung im Endeffekt ausschließlich auf Studien zurückzuführen ist, wagen wir zu bezweifeln — technische Komplikationen sind nicht auszuschließen.

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Project Ara: Verbraucherversion 2017

Zumindest in einer Hinsicht herrscht Klarheit: Mehr Modularität als etwa beim LG G5 gibt es allemal. Ende 2016 soll eine Developer Edition des Baukasten-Smartphones mit Oberklasse-Spezifikationen erscheinen, eine finale Version ist für das kommende Jahr geplant. Bis dahin ist es noch ein langer Weg – weitere Änderungen sind nicht ausgeschlossen.

Quelle: CNET via Ubergizmo

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