Google findet Kinderpornografen mittels Picasa, Privatsphären-Schützer stellen Fragen

Kamal Nicholas

Und gleich nochmal Google. Wie CBS Sacramento berichtet, hat das Unternehmen aus Mountain View mit Hilfe der Suche im eigenen Bilder-Dienst Picasa nun einen Besitzer von Kinderpornografie ausfindig machen können. Während das natürlich eine gute Sache ist, sorgt Googles Vorgehensweise derzeit für einige Fragen.

Google findet Kinderpornografen mittels Picasa, Privatsphären-Schützer stellen Fragen

Keine Frage: Es ist eine gute Sache, dass ein weiterer Besitzer von Kinderpornografie ausfindig gemacht wurde. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen. Was bei manchen derzeit allerdings für ein paar Fragen zu sorgen scheint ist, wie genau Google an diese Informationen herangekommen ist. Die belastendenden Gerichtsdokumente zeigen nun nämlich, dass die Beweise von Googles zentraler Scanning-Initivative stammen, die die Kinderpornografie-Bilder in der Picasa-Bildergalerie des Mannes gefunden hat.

Dass Google stark gegen Kinderpornografie vorgeht ist nichts Neues. Dass dazu allerdings private Picasa-Büchereien durchforstet werden, die nicht öffentlich zugänglich sind, scheint einige Privatsphären-Schützer nun doch ein wenig zu überraschen.

Google selbst sagt, dass nicht wahllos nach auffälligen Dokumenten gesucht wird, sondern dass automatische Suchen für bestimmte digitale Fingerabdrücke durchgeführt werden, die von den Vollzugsbehörden (wie dem FBI) gekennzeichnet werden. Verhält sich eine Person auffällig und wird dieses gemeldet, wird diese Information an das National Center For Missing And Exploited Children weitergeleitet. In diesem Fall wurde eine solche Aktivität an das FBI weiter gegeben weitergeleitet, das sich dann mit Google in Verbindung gesetzt hat.

Quelle: CBS Sacramento via The Verge, Artikelbild: Chimp Planet

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