Google Inbox: Update bringt smartere Erinnerungen und Android Wear-Unterstützung

Rafael Thiel 13

Es wächst zusammen, was zusammen gehört: Die Erinnerungs- und Aufgabenverwaltung von Inbox wird serverseitig immens aufgebohrt und bedient sich fortan auch Informationen aus Google Maps und dem Knowledge-Graphen. Außerdem unterstützt der auf Produktivität getrimmte Email-Client der Entwickler von Gmail infolge des Updates auf Version 1.2 jetzt auch Android Wear.

Google hantiert mit Unmengen von Daten und hat in der Vergangenheit mehr als einmal auf beeindruckende Art und Weise demonstriert, wie sich die gesammelten Informationen im Hintergrund sinnvoll verknüpfen und aufbereiten lassen. Mit Google Now arbeitet man in Mountain View an einem smarten Assistenten, der mit Datensätzen gefüttert versucht, stets relevante Hinweise parat zu haben. Dieser Ansatz hält jetzt auch in Version 1.2 von Inbox Einzug – das Update machte bereits vor einer Woche die Runde, laut Google wird es jedoch erst heute offiziell freigegeben und serverseitig unterstützt.

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Bislang konnte der Email- und Aufgaben-Client lediglich gewöhnliche Erinnerungen verwalten, durch intelligente Algorithmen und Verknüpfungen verschiedener Datenpoole können diese hinterlegten „Reminder“ nun mit allerhand nützlichen Zusatzinformationen aufwarten. Es geht los damit, dass bei beigefügter Email-Adresse respektive Telefonnummer dem Benutzer sofort ein Shortcut zur Kontaktaufnahme angeboten wird. Darüber hinaus werden zusätzliche Angaben aus Google Maps und dem Knowledge Graphen beigefügt – etwa die Öffnungszeiten eines Ladens oder das Rückgabezeitfenster eines Versandhändlers.

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Doch es geht noch weiter, wie Softwareentwickler Tim Sohn im Gmail-Blog anhand einiger Beispiele erklärt. Folgende Szenarien: Der Benutzer möchte daran erinnert werden, einen Freund vom Flughafen abzuholen, für einen Ausflug nach New York zu packen oder ein Video anzuschauen – der Inbox-Assistent hat dann den Flugstatus des Freundes, den Wetterbericht für das Reiseziel oder einen Link zum Video parat.

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Beim Erstellen einer Erinnerung fordert Inbox ferner gleich gezielt weitere Informationen; beispielsweise auf den Eintrag „Zahnarzt anrufen“ wird der Benutzer aufgefordert, anzugeben, welcher Zahnarzt gemeint ist – damit Google wiederum Telefonnummer und dergleichen vorbereiten kann. Außerdem – was nicht untergehen sollte – unterstützt Inbox nunmehr offiziell Android Wear und erlaubt somit, Emails zu lesen, als erledigt zu markieren oder per Spracherkennung zu beantworten. Ferner wurde die Bedienung auf Tablets optimiert.

Die Neuerungen werden derweil überwiegend serverseitig freigeschaltet. Benötigt wird lediglich Version 1.2 von Inbox, die seit einigen Tagen via Play Store verteilt wird – und als Download bei uns erhältlich ist.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

P.S.: Wer noch einen Inbox-Invite benötigt, einfach in den Kommentaren melden.

Quelle: Gmail Blog

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