Google Inbox wird noch schlauer und schlägt E-Mail-Antworten vor

Björn Lorenz 1

Google integriert in seine E-Mail-App Inbox die neue Funktion Smart Reply. Das Feature wählt eigenständig aus, welche Nachrichten kurz vom Nutzer beantwortet werden könnten und schlägt gleich automatisch generierte, auf die jeweilige E-Mail angepasste Antworten vor.

Google Inbox wird noch schlauer und schlägt E-Mail-Antworten vor

Inbox ist bereits jetzt ein intelligentes E-Mail-Postfach, das Mails zu gleichen Inhalten gruppiert, Mails auf Wunsch zeitversetzt abermals zustellt und die wichtigsten Infos oder Bilder aus den Anhängen direkt anzeigt. Zu diesen Features gesellt sich jetzt eine weitere selbstdenkende Funktion: Hinter Smart Reply steckt eine KI, die nicht nur erkennt, ob es sich um Nachrichten handelt, die lediglich eine kurze Antwort verlangt, sondern auch gleich ein paar Vorschläge offeriert.

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Dabei lernt die App aus den Korrespondenzen. Je häufiger Smart Reply genutzt wird, desto besser werden die Vorschläge. Dahinter steckt einiges an neurologischem und technischem Know-How: Nicht nur, dass die KI erkennen muss, welche E-Mails gleichsam Fragen sind und welche lediglich informieren – sie soll auch in der Lage sein, natürlich klingende Antworten zu generieren. Laut Google beruht Smart Reply auf zwei sogenannten recurrent neural networks. Ein Netzwerk wird nur für die Analyse eingehender Mails genutzt, das andere für die Generierung möglicher Antworten.

So können lästige E-Mail-Chats aus dem Büro à la „Hast du schon die Tabelle fertig?“ von unterwegs mit nur wenigen Handgriffen angepackt werden – indem Inbox drei Vorschläge unterbreitet, wie zum Beispiel: „Ja. Schick ich nachher“, „nein“ oder „Welche Tabelle?“. Daher richtet sich das Feature besonders an Viel-Mailer, die so ihre tägliche E-Mail-Flut leichter bewältigen können.

Im Laufe der Woche wird das Update für die Android- und die iOS-Variante von Google Inbox ausgerollt – zunächst aber leider nur für die englische Version.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Quelle: Googles Gmail-Blog

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