Google Latitude: Lokalisierungsdienst für Freunde & Familie wird eingestellt

Daniel Kuhn 43

Google räumt weiter auf, schließt erneut Dienste und verstärkt damit weiter den Fokus auf Google+. Nachdem der Google Reader seit einigen Tagen Geschichte ist, wird im August auch der Standort-Dienst Google Latitude seine Pforten schließen. Ein großer Verlust ist dies allerdings nicht.

Google Latitude: Lokalisierungsdienst für Freunde & Familie wird eingestellt

Mit dem aktuellen Update der Google Maps-App für Android wird eine weitere Umstellung bei Google eingeläutet: Google Latitude, der mäßig bekannte Standortdienst, wurde aus der App wegrationalisiert. Dies ist kein Versehen, denn der Dienst wird am 9. August endgültig in Ruhestand geschickt, wie Google jetzt bestätigte. Ein besonders großer Verlust ist dies allerdings nicht – aber der Reihe nach.

In ziemlich genau einem Monat wird neben der Google Latitude-Webseite auch alle mit dem Dienst verbundene Funktionen von den Servern löschen. Dies betrifft die Latitude API, die mobile Apps, Badges, Check-Ins und das iGoogle-Gadget. Ab dem Datum der Stilllegung wird man nicht mehr in der Lage sein, die eigene Location mit Freunden über den Dienst zu teilen, beziehungsweise zu sehen, wo die eigenen Kontakte, die diese Funktion freigegeben haben, sich gerade so herumtreiben.

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Latitude: Fällt der Google-Sense zum Opfer

Wie eingangs erwähnt, ist dieser Schritt in meinen Augen allerdings nicht so schlimm. Zum einen wird es ohnehin nur sehr wenige Nutzer gegeben haben, die aktiv Latitude verwendet haben – zum anderen werden die Location Sharing-Funktion, sowie die Möglichkeit an Orten einzuchecken künftig von Google+ angeboten. Und zu guter Letzt ist eine Funktion, die ich persönlich sehr gerne genutzt habe, nämlich die Aufzeichnung der Standorte, von der Schließung nicht betroffen. Die Location History wird auch weiterhin über die entsprechende Webseite und über Google Maps zugänglich sein.

Kollege Frank hat sich allerdings bedauernd über das Ende von Latitude geäußert. Was haltet ihr von dieser „Sparmaßnahme“? Werdet ihr dem Dienst hinterhertrauern, oder wusstet ihr bisher nicht einmal, dass er existiert?

Quelle: Google Support [via The Verge]

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