Google muss weitere 17 Millionen Dollar wegen unautorisiertem Web-Tracking zahlen

Kamal Nicholas

Googles Firmen-Leitspruch „Don’t be Evil“ muss für das Unternehmen aus Mountain View irgendwie etwas anderes bedeuteten, als für uns Normalsterbliche, denn wie sonst lässt sich erklären, dass das Unternehmen erneut Schadensersatz zahlen muss?

Bereits im vergangenen Jahr wurde Google dazu verurteilt, 22,5 Millionen Dollar an die Federal Trade Commission (FTC) zu bezahlen. Der Grund dafür war die Umgehung von Cookie-Einstellungen im Safari-Browser, um so Nutzer im Netz ohne deren Einverständnis zu verfolgen.

Nun wird Google erneut von dieser Vergangenheit eingeholt, denn als Resultat einer weiteren Auseinandersetzung, die mit dem Safari-Vorgang zu tun hat, muss Google nun weitere 17 Millionen Dollar zahlen. Eingeklagt wurde dies von 37 Bundestaaten und dem District of Columbia.

Zwischen 2011 und 2012 nutze Google ein Schlupfloch in Apples Browser, der den Einsatz von Tracking Cookies ermöglichte, ohne dass die Nutzer davon in Kenntnis gesetzt wurden. Der zuständige Richter sagte hierzu: „Konsumenten sollten in der Lage sein zu wissen, ob noch andere Augen mit ihnen im Internet surfen.“ Ferner teilte er mit: „Indem Millionen von Menschen ohne deren Wissen getracked wurden, hat Google nicht nur deren Privatsphäre verletzt, sondern auch deren Vertrauen.“

Google selbst hat sich in dieser Sache nicht wirklich entschuldigt. Stattdessen teilte eine Sprecherin des Unternehmens Folgendes mit: „Wir arbeiten hart daran, die Privatsphäre bei Google richtig hinzubekommen und haben Schritte eingeleitet, um die Werbe-Cookies , die keine persönlichen Informationen gesammelt haben, von Apples Browser zu entfernen.“ Na gut… In diesem Fall müsste das wirklich eher Boohgle heißen.

Quelle The Wall Street Journal via Engadget, Artikelbild: Cnet

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