Google Nearby: neuer Standortservice lässt andere wissen, wenn ihr in der Nähe seid (Leak)

Steffen Pochanke 1

Die Kollegen von Android Police haben von einem neuen Feature erfahren, das Google Android in der Zukunft spendieren möchte. Dabei handelt es sich um einen Standortdienst mit dem Namen „Nearby“, der das Verbinden und Austauschen mit Personen und Orten in der Nähe ermöglichen soll.

Google Nearby: neuer Standortservice lässt andere wissen, wenn ihr in der Nähe seid (Leak)

Nearby soll in einem der zukünftigen Updates der Google Play-Dienste enthalten sein. Nutzt man den Dienst nach der Aktualisierung, so kann Google in regelmäßigen Abständen Mikrofon, Bluetooth, WLAN und andere Geräte-Features aktivieren, um die dadurch gewonnenen Daten zur Verbindung mit anderen Geräten zu nutzen. Interessanter Nebeneffekt: wird Nearby auf einem Gerät aktiviert, so wird nicht nur der Standortverlauf für den eigenen Google-Account eingeschaltet, auch alle anderen aktuellen und zukünftigen Android-Geräte eines Nutzers schalten Nearby automatisch mit ein.

Google beschreibt den Dienst laut Android Police-Informationen mit folgenden Worten:

Nearby lets you connect, share, and do more with people, places, and things near you.

When Nearby is turned on for your account, Google can periodically turn on the mic, Wi-Fi, Bluetooth, and similar features on all your current and future devices. Google+ and other Google services need this access to help you connect, share, and more.

When you turn on Nearby, you’re also turning on Location History for your account and Location Reporting for this device. Google needs these services to periodically store your location data for use by Nearby, other Google services, and more.

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Wie funktioniert der Dienst?

Genaue Details dazu gibt es nicht, ein wahrscheinliches Szenario sähe so aus: Google bestimmt anhand des Standortverlaufs und verschiedener Daten, die über die Hardware des Gerätes gesammelt werden, den aktuellen Standort des Nutzers und speichert diesen auf den eigenen Servern. Wahrscheinlich gleicht Nearby serverseitig die Daten verschiedener Nutzer miteinander ab und gibt eine Rückmeldung an die jeweiligen Geräte, falls sie sich in der Nähe voneinander aufhalten. Diese können sich dann über Bluetooth, Audio oder WLAN gegenseitig authentifizieren, um Daten auszutauschen.

Laut Android Police sollen Nutzer festlegen können, für wen und eventuell auch was ihre Geräte sichtbar sein sollen, damit nicht jeder sofort weiß, wenn man in der Nähe ist.

Das Feature ist zwar noch nicht fertiggestellt, aber bereits jetzt lassen sich einige mögliche Anwendungszwecke dafür finden: Erinnerungen, die ausgelöst werden, wenn man in der Nähe eines bestimmten Kontakts ist; automatisches Entsperren des Chromebooks, wenn man sich mit dem eigenen Android-Gerät nähert und so weiter.

Noch ist nicht klar, wann das Update kommen wird, aber eins ist sicher: Mit Nearby hat Google einen neuen und interessanten Dienst am Start, der in Bezug auf Datenschutz nicht gerade folgenlos ist.

Quelle und Titelbild: Android Police

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