Google Nest Hub erhältlich: Smarter Lautsprecher mit Display zum günstigen Preis

Stefan Bubeck 1

Smartes Display, aber ohne Kamera: Der „Google Home Hub“ ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich – und zwar unter seinem neuen Namen „Google Nest Hub“.

Update vom 28.05.2019: Der Google Nest Hub ist lieferbar. In Googles eigenem Onlineshop ist das Smart-Display für 129 Euro (inkl. Versand) gelistet und kann gekauft werden. Auch bei Saturn und bei MediaMarkt ist das Gadget verfügbar – entweder online oder in einigen Filialen heute schon abholbereit.

Google Nest Hub bei MediaMarkt*

Auf GIGA findet ihr auch einen Test zum Google Nest Hub. Unser Eindruck vom Chromecast-fähigen 7-Zoll-Display: Eine praktische und kompakte Schaltzentrale fürs Smart Home, sowie ein formidabler digitaler Bilderrahmen. Er hat ein, trotz geringer Auflösung, gutes Display und passablen Klang, der allerdings nicht an den regulären Google Home heranreicht.

Originalartikel

Aus Google Home Hub wird Google Nest Hub

Der „Google Nest Hub“ ist eigentlich ein alter Bekannter, der schon letztes Jahr präsentiert wurde – damals noch unter dem Namen „Google Home Hub“. Er wurde zunächst in den USA, Großbritannien und Australien verkauft, ein Deutschlandstart war für 2019 geplant. Nun ist es endlich soweit, ab 28. Mai ist der Google Nest Hub hierzulande erhältlich. Vorbestellt werden kann er sofort. Der Preis beträgt relativ günstige 129 Euro, zur Auswahl stehen ein graues und ein weißes Gehäuse – die Front ist bei beiden Varianten weiß.

 

Google Nest Hub bei MediaMarkt*

 

Warum kommt das Smart-Home-Gadget erst jetzt zu uns? Der Grund dafür seien „Lokalisierung und Partnerschaften“, das habe laut Google einige Zeit in Anspruch genommen. Bei der Vorstellung auf der Google I/O wurde das Thema Datenschutz und Privatsphäre besonders betont – das hätte wohl nicht jeder Branchenbeobachter von Google erwartet. Entscheidend ist dabei die Möglichkeit, die Audio- und Videodaten, die im Google-Konto gespeichert wurden, jederzeit einzusehen und zu löschen.

Beim Google Nest Hub handelt sich vom Prinzip her um ein Smart Display mit Google Assistant, das etwa mit dem Amazon Echo Show (2018) vergleichbar ist. Wichtigste Besonderheit ist die fehlende Kamera: „Wir haben uns bewusst gegen eine Kamera entschieden, damit sie sich wohl fühlen, wenn sie das Gerät in privaten Bereichen wie dem Schlafzimmer platzieren“, erklärte Google Home Product Management VP Diya Jolly damals bei der (Erst-)Vorstellung gegenüber dem Time Magazine.

Der Name ist zwar neu, aber die Hardware bleibt wie gehabt: Touch-Display mit 7 Zoll Diagonale, dahinter befindet sich das Gehäuse, in dem ein Lautsprecher integriert ist. Mit rund 18 Zentimetern in der Breite und 12 Zentimetern in der Höhe fällt der Google Nest Hub recht kompakt aus. Unser erster Eindruck: Schönes Teil dank schickem Design. Seltsam ist allerdings die unelegante Lautstärkeregelung auf der Rückseite und die Tatsache, dass ein proprietärer Anschluss statt USB-C verbaut wurde.

Google Nest Hub Max: Die größere Modellvariante besitzt eine Kamera

Zunächst mal nur in den USA für 229 US-Dollar erhältlich sein wird der große Bruder, der sich Google Nest Hub Max nennt. Hier sind ein Display mit 10 Zoll Diagonale sowie Stereolautsprecher verbaut. Zudem ist dieses Modell auch mit einer Kamera ausgestattet, die nicht nur zur Videotelefonie per Google Duo taugt, sondern auch als Überwachungskamera dienen kann.

Sowohl Nest Hub, als auch Nest Hub Max können als Steuerzentrale für das Smart Home verwendet werden, dabei werden neben den Nest-Geräten (z.B. Nest Hello) auch Produkte von Drittanbietern wie Conrad Connect, Philips Hue, TP-Link oder Smanos unterstützt.

Google Nest: Das hat es mit dem Namen auf sich

Aktuell könnte es verwirren, dass es nun einzelne Smart-Home-Produkte von Google gibt, die den Namen „Nest“ in sich tragen. Strategisch und etwas langfristiger betrachtet ergibt die Umbenennung jedoch Sinn. Der Name Google steht dann klarer für die Software (z.B. Google Assistant), während Nest die einzige Marke für smarte Haustechnik aus dem Hause Google wird. Für alle zukünftigen Produkte ist das neue Namensschema vorgesehen. Was bereits auf dem Markt ist (z.B. Google Home), behält erstmal seinen Namen. „Wir machen aus dem Zuhause ein Nest“ („We make a home a nest“), so der IT-Gigant aus Mountain View.

Ab diesem Sommer wird man sein Nest-Konto auch zu einem Google-Konto migrieren können, was in erster Linie für mehr Sicherheit sorgen soll. Auch ein „besseres Zusammenspiel“ zwischen Googles Geräten und Diensten wird vom Hersteller versprochen.

GIGA hat bereits das eine oder andere Nest-Gadget unter die Lupe genommen, zum Beispiel die Indoor Cam sowie den Rauchmelder Nest Protect:

Nest Protect & Indoor Cam im Test.

Ein kurzer Blick zurück: Das Unternehmen Nest Labs Inc. (gegründet 2010, Sitz in Palo Alto) wurde 2014 von Google für 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen. Unter dem Label Nest werden Raumthermostate, Rauchmelder, Videotürklingeln und Überwachungskameras vertrieben – allesamt smarte Produkte, die sich miteinander verbinden lassen und vom Nutzer per Smartphone gesteuert werden können. Bisher musste man für kompatible Produkte nach dem Logo „Works with Nest“ Ausschau halten, nun wird daraus „Works with Google Assistant“.

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