Google: Olympia 2014-Doodle setzt Zeichen gegen Homophobie

Rafael Thiel 12

Google und seine Doodles sind eine Geschichte für sich. Im Laufe der letzten Jahre konnte man auf der Google-Startseite bereits viele kreative Variationen des bunten Logos bewundern. Anlässlich der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, lassen die Mountain Viewer es sich nicht nehmen, das heutige Doodle in allen Regenbogenfarben erstrahlen zulassen, um so ein Statement gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender-Menschen zu setzen – in Russland und überall auf der Welt.

Google: Olympia 2014-Doodle setzt Zeichen gegen Homophobie

Ob bunte Bilder oder aufwändige Animationen – stets liebevoll gestaltet und mit einer Prise Humor versehen, erinnert Google auf seiner Startseite regelmäßig an besondere Menschen, historische oder aktuelle Ereignisse. Getreu dem firmeneigenen inoffiziellen Motto stellt sich das Unternehmen aus Mountain View mit seinem heutigen Doodle hinter die LGBT-Community in Russland und erinnert pünktlich zur offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi an die dort staatlich institutionalisierte Diskriminierung von Homo-, Bisexuellen und Transgender-Menschen. Momentan ziert eine Abwandlung des Regenbogen-Banners, das Zeichen der Lesben- und Schwulenbewegung, Googles Startseite in diversen Ländern – darunter auch in Russland.

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Unter der bunten Illustration (und dem Suchfeld) zitiert Google einen Ausschnitt der Olympischen Charta:

Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay.

Aufgrund der zurzeit hohen medialen Aufmerksamkeit rund um Russland, wird die Kritik an Russlands Politik hinsichtlich Homosexualität immer lauter. Homosexualität wird in Russland stark tabuisiert, wobei homosexuelle Handlungen an sich nicht verboten sind. Allerdings wurde Mitte 2013 ein Gesetz ratifiziert, das positive Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit Minderjähriger unter Strafe stellt. Die „positive Berichterstattung“ in den Medien über das Thema unerwünscht, zudem werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht anerkannt. In Folge dessen zieht der IOC derzeit sogar in Erwägung, die eigene Charta zeitgemäß zu erweitern.

Bis auf eine Ausnahme waren Googles Doodles stets unpolitisch. Umso begrüßenswerter ist die Entscheidung, für das heutige regenbogenfarbene Doodle – als politisches Statement.

[via The Verge]

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