Google Open Project: Inhalte vom Smartphone auf beliebige Displays projizieren

Andreas Floemer 7

Screensharing ist bei Google ein großes Thema – und der HDMI-Dongle Chromecast erst der Anfang: Wenn man einen Blick auf das „Open Project“ wirft, sollen langfristig die Grenzen zwischen verschiedenen Geräten fallen, um Inhalte und Apps nahtlos und in Echtzeit von einem Device aufs nächste übertragen und manipulieren zu können – und zwar ohne zusätzliche Hardware. Ein Team von Entwicklern der Google Research-Labs arbeitet seit etwa einem Jahr daran, eine entsprechende Lösung zu finden. In einem jüngst veröffentlichten Video wird demonstriert, wie sich Inhalte mithilfe der Smartphone-Kamera und eines QR-Codes auf ein Display übertragen lassen.

Aktuelle Smartphones sind leistungsfähiger denn je. Aufgrund ihrer Rechenpower sind sie theoretisch zu mehr zu gebrauchen als nur zum Lesen von Mails, Twittern, den mobilen Aufenthalt auf Facebook und dergleichen. Ihr kompakter Formfaktor beschränkt die performanten Minirechner allerdings darin, Inhalte mit anderen zeitgleich zu betrachten und gemeinsam produktiv an Dokumenten zu arbeiten.

Hier kommt die Arbeit des Open Projects ins Spiel: Das Team hat einen Weg entwickelt, Daten vom Android-Smartphone auf beliebige Displays zu übertragen. So können Inhalte sowohl auf ein Notebook beziehungsweise einen PC-Monitor oder einen Smart-TV mit Internetanbindung als auch auf eine riesige öffentliche Werbetafel gestreamt werden. Die übertragenen Daten werden in Echtzeit angezeigt und können entweder vom Smartphone oder dem Display, sofern touch-fähig, bearbeitet werden.

Google selbst beschreibt die Entwicklung als ein offenes, web-basiertes End-to-End-Framework, mit dem native mobile Apps auf einen Screen projiziert werden können. Im aktuellen Entwicklungsstatus findet die Kopplung eines Smartphones mit einem Screen mittels Smartphone-Kamera und QR-Code statt, der auf dem Empfangsdisplay eingeblendet wird. Ist die Verbindung hergestellt, kann der Nutzer den gespielten Screen beliebig positionieren, in der Größe verändern und Inhalte manipulieren, ganz wie auf dem Smartphone.

Bilderstrecke starten(23 Bilder)
Googles Friedhof: 23 Projekte, die vom Mega-Konzern zu Grabe getragen wurden

Zurzeit handelt sich das Ganze um ein Entwicklungsprojekt, es ist aber davon auszugehen, dass Google dieses Konzept bei Zeiten als finales Produkt vorstellt. Ob dann allerdings noch ein QR-Code zur Kopplung benötigt wird, ist fraglich. Es ist zudem vorstellbar, dass die Technologie Bump, die Google erst jüngst übernommen hat, in dieses Projekt einfließen wird.

google-open-project-streaming-1
google-open-project-streaming-2

Quelle: Google Research-Blog [via TechCrunch]

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung