Google Play Fitness: Weitere Details zur HealthKit-Alternative durchgesickert

Andreas Floemer

Nachdem wir erst vergangene Woche über Googles Pläne erfahren haben, eine Art Gesundheits- und Fitnessplattform im Zuge der Google I/O vorzustellen, gibt es nun weitere Details zu diesem Produkt, das womöglich den Namen Google Play Fitness tragen wird.  Offenbar wird es so ähnlich funktionieren wie Google Play Games.

Das Forbes-Magazine berichtete letzte Woche von einer Fitness-Plattform, mit der Google, unter Verwendung offener Schnittstellen die vielen proprietären Insellösungen unter ein Dach bringen möchte. Diese soll im Zuge der in der kommenden Woche stattfindenden Entwicklerkonferenz I/O enthüllt werden. Die Informationslage über Funktionsweise und Partner ist nach wie vor recht spärlich, allerdings sind die werten Kollegen von Android Police an weitere Informationen gelangt, die ein wenig über die Funktionsweise von Google Fitness – so wohl der offizielle Name – aufklären sollen.

Den Informationen von Android Police zufolge beabsichtigt Google eine sehr leicht bedienbare und mehr im Hintergrund laufende Lösung vorzustellen. Diese kann im weitesten Sinne mit Google Play Games verglichen werden. Wer Google Play Games nicht kennt: Der Dienst kann aus dem Play Store geladen werden und speichert nach Anmeldung mit dem eigenen Account und Verknüpfung mit unterstützten Spielen Spielstände, Errungenschaften und mehr in der Google-Cloud, um diese über verschiedene Smartphones und Tablets gleichermaßen zugriffsbereit zu haben.

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Diese Konzept will Google offenbar auf seine Fitness-Lösung übertragen: Daten von Fitness-Apps, die mit Google Play Fitness verbunden sind, können so zentral gespeichert, aggregiert, verwaltet und ausgewertet werden. Wie bei Play Games wird die System-Anwendung Google Play Services zur Synchronisierung der Daten  verwendet. Erste Funktionen für Play Fitness haben die Play Dienste bereits vor kurzer Zeit erhalten: Seit Version 4.4 kann die Anwendung automatisch ermitteln, ob der Nutzer gerade geht oder läuft.

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Abgesehen von den groben Zügen der Funktionsweise will Android Police ebenso in Erfahrung gebracht haben, dass Android Wear-Geräte eine elementare Rolle spielen sollen. Erste Anzeichen dafür konnten bereits im geleakten System Dump der LG G Watch entdeckt werden. Ein Teardown der „ClockworkHomeGoogle.apk“ deutete darauf hin, dass ein Pedometer an Bord der Smartwatch sein wird, mit dem man bestimmte Fitness-Ziele erreichen soll.

Dass in den Android Wear-Devices Googles eigene Fitness-Lösung vorhanden sein wird, wundert im Grunde wenig. Spannend wird es allerdings zu sehen, welche Hersteller von Activity-Trackern sich letztlich bereit erklärt haben, eine Partnerschaft mit Google einzugehen. Große Unternehmen wie Jawbone, Fitbit und Co. mit ihren proprietären Lösungen und eigenen Plattformen sehen wir hier nicht zwingend als Partner, Entwickler von kleinen Stand-Alone-Anwendungen ohne eigenes „Ökosystem“ wie Pedometer und Co. hingegen schon.

Mitte der nächsten Woche werden wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr wissen, denn wir können davon ausgehen, dass Google Play Fitness im Zuge der zweistündigen Keynote zum Auftakt der Google I/O vorgestellt werden wird. Wir werden selbstredend zeitnah berichten.

Quelle: Android Police

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