Google Play: Neue Nutzungsbedingungen verbieten irreführende Werbung in Apps ... und Sex

Lukas Funk 13

Google hat in einer Mail an Entwickler und auf der entsprechenden Website seine Bedingungen für die Veröffentlichung von Apps im Play Store aktualisiert. Die überarbeiteten Regeln verbieten das Werben für Anwendungen mit irreführenden Links, verschärfen die Hinweise auf In-App-Käufe, untersagen aber auch jegliche Apps mit erotischem Inhalt.

Dass sich in den Untiefen des Google Play Stores so manche Anwendung tummelt, die dem Nutzer auf unlautere Weise kostenpflichtige oder sonstige unerwünschte Downloads unterjubeln will, ist traurige Tatsache. Umso erfreulicher ist es, dass Google mit einem Update seiner Nutzungsbedingungen für Entwickler die Zügel nun etwas straffer zieht: Fortan ist explizit verboten, Anwendungen über irreführende Werbung, Weiterleitung zu Google Play oder vom Nutzer nicht erwünschte Werbe-SMS zu verbreiten. Gängige Methoden sind beispielsweise Pop-Ups im mobilen Browser, die vor dem Ablauf des WhatsApp-Abonnements warnen und den Nutzer auf dubiose Apps im Play Store weiterleiten. Bei Nichtbeachtung der Regeln werden zunächst betroffene Apps, bei wiederholter Auffälligkeit das komplette Entwicklerkonto gesperrt.

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Eine weitere Klausel sieht vor, dass Apps nun explizit darauf hinweisen müssen, dass In-App-Käufe nicht nur für In-Game-Währung, sondern auch für bares Geld erhältlich sind – ein Mittel, um sich zukünftig etwa vor Klagen von Eltern zu schützen, deren Nachwuchs scheinbar unbewusst die Kreditkarte belastet hat.

Zuletzt wurden auch die Richtlinien für sexuelle Inhalte der US-Prüderie angepasst verschärft. So ist nicht mehr nur das Anbieten sexuell expliziter, also pornografischer Inhalte verboten, auch ganz allgemein erotische Darstellungen dürfen nicht mehr im Titel, in der Beschreibung oder dem Icon einer App auftauchen. Einerseits ist dieser Schritt zu begrüßen, verfolgt doch ein Großteil der „erotischen“ Apps mit fragwürdigen Berechtigungen dubiose Ziele, andererseits fragen wir uns, wie Google beispielsweise mit ironisch-anrüchigen Titeln wie Leisure Suite Larry oder informationellen Apps wie etwa Kamasutra-Nachschlagewerken umgehen wird. Wer weiterhin an erotischen Inhalten interessiert ist, muss sich zukünftig wohl in Amazons App-Shop oder gleich im Store von MiKandi umschauen.

Quelle: Google [via Android Central]

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