Google Play Services: Nächste Version soll besser gegen Malware schützen

Tuan Le 7

Mit Android und der Sicherheit ist es so eine Sache: Mal behauptet der Google CEO Eric Schmidt, dass Android sicherer als das iPhone sei, dann gibt es wieder Schlagzeilen zu Malwareangriffen auf das Betriebssystem, deren Urheber oft genug jedoch die Hersteller von Security-Software sind. Tatsächlich arbeitet Google intensiv daran, schädliche Apps einzudämmen und hat deswegen schon seit einiger Zeit mit der App-Verifizierung einen Schutzmechanismus vor Malware-Apps in seine Play Services integriert. Dieser soll mit dem kommenden Update nochmals verbessert werden.

Google Play Services: Nächste Version soll besser gegen Malware schützen

Die App-Verifizierung dient aktuell dazu, bei der Installation neuer Apps eine Überprüfung auf Malware und andere schädliche Software-Bestandteile durchzuführen. Durch diesen Mechanismus ist es Google gelungen, die Malware-Rate bei Android-Apps auf 0,001 Prozent zu reduzieren. Das ist bereits ein recht guter Wert, der allerdings in Zukunft noch weiter reduziert werden soll. Bislang überprüft die App-Verifizierung nur unmittelbar während der Installation, ob schadhafte Software vorliegt. Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass Entwickler von Malware diese Verifizierung umgehen, indem sie die schadhafte Software erst nach der Installation auf das Gerät herunterladen.

Die Lösung für dieses Problem ist denkbar einfach: Mit der nächsten Aktualisierung der Google Play Services soll die App-Verifizierung Applikationen auch nach der Installation regelmäßig auf schädliches Verhalten überprüfen. Die App-Verifizierung stellt dabei nur einen Teil des Sicherheitsnetzwerkes von Google dar, denn neben der Überprüfung der Applikationen beim Endnutzer werden auch auf den Servern von Google regelmäßige Scans durchgeführt, um Sicherheitsrisiken einzudämmen. Google nennt dies das „No Single Point of Failure“-Prinzip, was auf Deutsch sinngemäß so viel wie „Kein einziger Schwachpunkt“ bedeutet.

Der Vorteil derartiger Sicherheitsvorkehrungen ist offensichtlich, da es nicht erst eines Software-Updates durch die Hersteller bedarf, bis etwas gegen die Malware getan werden kann. Stattdessen werden die Nutzer durch regelmäßige Überprüfung der Applikationen im Store sowie durch die schnell aktualisierbare App-Verifizierung permanent geschützt.

Das betrifft in erster Linie übrigens Nutzer, die Applikationen per Sideload auf ihren Android-Geräten installieren. Sobald man bei den Einstellungen das Häkchen bei der Installation von Apps aus „Unbekannter Herkunft“ gesetzt hat, eröffnet sich dem Nutzer die Möglichkeit der manuellen Installation von Apps durch die so genannten APK-Dateien anstatt nur über den Play Store. Selbstverständlich kann Google keine Applikationen außerhalb des Play Stores scannen, doch sofern der Nutzer dies zulässt, kann die App-Verifizierung auch hier ihren Dienst verrichten und die APKs auf schädliche Inhalte überprüfen. In den kommenden Wochen soll die Aktualisierung für alle Android-Geräte mit installiertem Play Store ab Android 2.3 Gingerbread verteilt werden. Das passiert im Hintergrund und ohne Zutun des Nutzers, unabhängig davon, welches Smartphone oder Tablet man besitzt und ob es sich um gebrandete oder ungebrandete Geräte handelt.

Wer nicht warten möchte, kann hier überprüfen, ob das Update schon da ist:

Google Play-Dienste
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Fühlt ihr euch mit eurem Android-Smartphone sicher? Schreibt uns eure Meinung unten in die Kommentare.

Quelle: Computerworld

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung