Googles Senior Vice President of Engineering, Vic Gundotra, hatte für den heutigen 29. Oktober bekanntermaßen zu einer Veranstaltung mit dem Titel „A Morning with Google+“ geladen. Im Zuge dieses Events wurde einerseits das gesunde Wachstum des sozialen Netzwerks zelebriert – seinen Angaben zufolge zählt Google+ mittlerweile 300 Millionen aktive Nutzer – andererseits wurde allerdings auch über 18 neue Google+-Features angekündigt, die in erster Linie mit der schon recht guten Fotofunktion zu tun haben.

 

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Update: Google verteilt die neue Google+-App ab sofort. Wer die Anwendung dank des Staged Rollouts nicht über den Play Store erhält, kann sie sich bei uns als APK-Datei herunterladen und manuell installieren. [via]

Download: Google+ für Android 4.2 (APK, 26,9 MB)

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Gundotra verkündete im Laufe der Veranstaltung nicht nur, dass Google+ gesund wachse, sondern sich allem Anschein nach zu einem Foto-Netzwerk entwickle – wöchentlich werden hier 1,5 Milliarden Fotos gesichert. Gundotra betont, dass Google die Verwaltung, Bearbeitung und alles, was mit digitaler Fotografie zu tun hat, absolut einfach und benutzerfreundlich gestalten möchte. Daher werden folgende neuen Funktionen hinzugefügt:

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Der optionale Autoupload von Fotos im Hintergrund in voller Größe ist für Android-Nutzer ein alter Hut, bald kommen auch iOS-User in den Genuss dieses Features – bislang wurden Fotos nur hochgeladen, während die App im Vordergrund aktiv war. Wer sich von unseren Lesern parallel auch im Apple-Universum bewegt, wird diese Funktion zu schätzen wissen.

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Außer dem Autoupload erweitert Google auch die Highlight-Features. So können Orte, Dinge, etc. durch eine noch smartere Suche und optimierte Bilderkennung noch besser gefunden werden, ohne dass der Nutzer selbst Hand die Verschlagwortung legen musste. Laut Google ist die Suche dazu in der Lage über tausend verschiedene Objekte zu erkennen, so etwa „Kuss“ oder „Labrador“. Darüber hinaus durchforscht Google bei der Suche nach bestimmten Begriffen auch die Alben der eigenen Kreise, sofern entsprechende Rechte vergeben wurden.

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Wer Google+ Fotos nutzt, kennt das Auto Enhance-Feature – durch diese Funktion werden Bilder mithilfe bestimmter Filter optimiert – dies funktioniert im Grunde auch recht zuverlässig, es gab jedoch nur zwei Einstellungen: an und aus. Durch eine neue Funktion hat der Nutzer nun die Option, jedes einzelne Album mit unterschiedlichen Einstellungen zu bearbeiten. So lassen sich Sättigung, Kontrast und Vignettierung einstellen – falls man die Bilder mit einer anderen Software bearbeitet hat, lässt sich die Funktion auch gänzlich deaktivieren.

Darüber wird die separat verfügbare Android- und iOS-App Snapseed ein neues Feature erhalten: Mit dem Filter HDR Scape ist es möglich, „normalen“ Bildern einen HDR-ähnlichen Effekt zu verpassen. Überdies lässt sich die Intensität des Filters mit einem Wisch justieren. Gundotra betont, dass dieser Filter nicht immer funktioniere. aber beispielsweise ideal für Landschaftsaufnahmen sei.

Snapseed

Snapseed

Entwickler: Google LLC

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Als weiteres Foto-Feature kündigte Gundotra eine Erweiterung der kostenpflichtigen NIK-Collection (149 US-Dollar) angekündigt: Der Filter Analog Efex Pro ist nun fester Bestandteil des Funktionsumfangs.

Auch die Auto Awesome-Funktionen, mit denen aus einer Fotoserie automatisch eine Art animiertes GIF erstellt werden kann, wird um neuen Funktionen erweitert. Zum einen wäre da das Feature „Action“, mit dem Bewegungsabfolgen wie Skateboard-Moves oder ein Basketballwurf auf einem Bild festgehalten werden kann, zu erwähnen.

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Zum anderen hat Google die Funktion „Auto Awesome Eraser“ eingeführt. Mit diesem lassen sich unerwünschte Objekte wie Passanten (siehe Bild unten) ausschneiden. Alle drei Auto Awesome-Funktionen können übrigens sogar gleichzeitig verwendet werden.

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Nicht nur Fotos spielen eine Rolle auf Google+, auch Bewegtbilder genießen große Beliebtheit. Daher hat Google zudem Auto Awesome Movies eingeführt, die an HTCs Zoe-Videos erinnert. Diese Funktion umfasst die automatische Verbesserung, Verschlagwortung und Sortierung von Videos wie es bei Fotos bereits seit der Google I/O 2013 genutzt wird. Das Feature kann aus Fotos und Videos neue Clips mit Musik, Filtern und anderen Features erstellen – Auto Awesome-Videos lassen sich sogar nachträglich Beschneiden und eine auf eine feste Länge zurechtkürzen.

So kann ein Auto Awesome-Video aussehen:

Alle neuen Funktionen für Fotos und Videos werden laut Google noch im Laufe dieser Woche freigeschaltet. Die Auto-Effekte für Videos sind auf Devices mit Android 4.3 und höher (also KitKat) beschränkt, alle weiteren Funktionen der App werden auch von älteren Android-Iterationen unterstützt.

Currents

Currents

Entwickler: Google LLC

Quelle: Google-Blog

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