Google-Quartalsbericht: Motorola defizitär, Nexus 5 und Chromecast erfolgreich

Frank Ritter

Alle drei Monate veröffentlichen die großen Technologieunternehmen ihre Quartalsberichte, um Anleger über aktuelle Zahlen und Entwicklungen zu informieren. Gestern war auch Google an der Reihe und präsentierte die Geschäftsergebnisse zum vierten Quartal 2013. Wichtigste Resultate für Android: Motorola produzierte weiterhin hohe Verluste, die Geschäfte mit dem Nexus 5 und Chromecast verliefen hingegen zur Zufriedenheit Googles.

Zunächst einmal nackte Zahlen: Im vierten Quartal machte Google 16,75 Milliarden US-Dollar Umsatz, der Wert der Aktie stieg um 12,26 Dollar. Die Börse reagierte mit leichten Gewinnen für die Aktie. Im vierten Quartal 2012, das als Vergleich herangezogen werden kann, machte Google nur 14,8 Milliarden Dollar Umsatz. Die Anzahl der Klicks auf Google-Anzeigen stieg um 31 Prozent gegenüber dem vierteln Quartal 2012, allerdings verringerten sich die Kosten pro Klick um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Googles Sorgenkind Motorola produzierte im 4. Quartal ein Minus von 384 Millionen Dollar, ein starker Anstieg gegenüber dem Q4 des Jahres 2012, wo Motorola „nur“ 248 Millionen Dollar Verlust einfuhr. Der Verkauf des seit Jahren defizitären Handy- und Tabletherstellers an Lenovo dürfte also auch die Anleger entspannen.

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Keine genauen Zahlen, aber immerhin positive Botschaften gab es zu anderen Segmenten des Android-Ökosystems. So sei der Chromecast das bestverkaufte Google-Produkt des gesamten Quartals, auch die Verkäufe von Apps und Medien über den Google Play Store entwickelten sich vorzüglich und verzeichneten hohe Wachstumsraten. Googles CFO Patrick Pichette betonte schließlich mehrmals während des Conference Calls, dass das Nexus 5 (Test) ein „sehr starker“ Performer sei. Vor diesem Hintergrund scheinen die Gerüchte um eine Einstellung der Nexus-Serie, die vor einigen Tagen kolportiert wurde, wieder unwahrscheinlicher.

Keinen größeren Einfluss auf die Bilanzen hat Googles Chromebook-Serie. Die meisten Geräte würden über die Hersteller verkauft, darum trügen diese nicht zu den Umsatzzahlen Googles bei.

Quelle: Google Earnings Report Q4/2013 [via The Verge, (2)]

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