Google stellt Werkzeuge gegen Internet-Zensur vor

Martin Malischek

Während in Ländern wie China oder Nordkorea die Internet-Zensur durch die Regierungen immer mehr zunimmt, arbeitet man anderenorts daran, betroffenen Menschen trotzdem vollkommenen Internet-Zugriff zu gewährleisten. Google stellt jetzt drei nützliche Werkzeuge gegen die Zensur vor.

Google stellt Werkzeuge gegen Internet-Zensur vor

Google stellte auf der Ideas Summit unter dem Motto ‚Conflict in a Connected World‘ drei Tools gegen Internetzensur vor. Dabei wird nicht nur ein neues Proxy-Plugin vorgestellt, welches gegen die eigentliche Internet-Zensur helfen soll, sondern auch Tools für Webmaster zur Verhinderung von DDoS-Attacken. Bei DDoS-Attacken werden einem Server so viele Anfragen gestellt, dass er unter der Last zusammenbricht und die darauf gehostete Website nicht mehr verfügbar ist.

Eindämmung von DDoS-Attacken

Eines dieser Projekte ist das Project Shield, welches DDoS-Attacken erkennt und diese eindämmt. So ist der Server weiter verfügbar und der Inhalt der - für wen auch immer unliebsamen - Internetseite ist weiter erreichbar. Die Daten hierfür nimmt der Dienst aus Googles Serverstruktur. Das Tool ist nur mit einer Einladung nutzbar. Eine weitere Methode um DDoS-Attacken den Wind aus den Segeln zu nehmen ist Googles Page Speed Service. Dieser optimiert die Ladezeiten der Homepage durch eine bessere Ladestruktur und optimiert die Ladevorgänge. Bei diesem Prozess wird der Server auch bei normalen Anfragen deutlich entlastet, womit er auch für Überlastungen durch übermäßige Anfragen weniger anfällig wird. Auch dieses Tool von Google ist nur einer bestimmten Webmaster-Gruppe vorbestimmt, beide Tools sollen jedoch auch bald für die breite Masse online gehen.

Auch Digital Attack Map bietet Schutz vor DDoS-Attacken: Dieses Tool berechnet solche Attacken in Echtzeit und mäßigt mithilfe von Gegenmaßnahmen deren Auswirkungen.

Proxy-Addon für den Browser gegen Internet-Zensur

Doch nicht nur DDoS-Attacken, sondern auch komplette Sperrungen von Webseiten sind in Zeiten der Internet-Zensur Gang und Gebe. Hierfür wird ein anderes Proxy verwendet und die Seite beispielsweise mit einer deutschen, statt einer chinesischen IP-Adresse (die persönliche Internetkennung) geladen und dann auf dem heimischen PC angezeigt. So könnten die Sperren von Internetseiten von Chinas Diktatur umgangen werden. Das von Google vorgestellte Projekt uProxy ist momentan auch nur in einer geschlossenen Testphase, lässt sich aber nach einer aussagekräftigen Bewerbung auf der Seite auch Nutzen.

Quelle: computerbase

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