Google-Urteil: Über 40.000 Anträge auf Löschung von Links

Julien Bremer 8

Scheinbar hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit seinem Urteil zum „Recht auf Vergessen“ gegen Google bei vielen Bürgern einen Nerv getroffen. Mittlerweile sind bereits rund 41.000 Anträge auf Löschung beim Suchmaschinen-Giganten eingegangen.

Dies sei der der Stand vom Montagabend, wie eine Google-Sprecherin gestern mitteilte. Seit Freitagmorgen hat das Unternehmen für Europa ein Online-Formular bereitgestellt. Damit können betroffene Personen die Löschung von Links beantragen, mit denen sie sich in ihrer Privatsphäre verletzt sehen. Bereits am ersten Tag nach der Freischaltung des Formulars gab es 12.000 Anfragen. Die Nutzer müssen die Löschung begründen und eine Ausweiskopie hochladen. Dann wird geprüft, ob der Forderung gerechtfertigt ist.

Google gibt keine Auskunft darüber, wie sich die Masse der Forderungen auf die einzelnen Länder aufschlüsselt oder wie viele Links von den Anträgen betroffen sind. Die Löschung der Links kann nur in den 28 EU-Ländern sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz erfolgen.

Zum Thema: Bing Löschformular

Wir berichteten bereits vor einigen Wochen über das Urteil. Ein Spanier klagte gegen Google, da die Suchergebnisse nach seinem Namen, Artikel über eine Immobilienpfändung zeigten. Der Fall ging durch mehrere Instanzen und das EuGH entschied darüber, dass das „Recht auf Vergessen“ höher zu wichten ist, als die Informationsfreiheit.

Ob das von Google bereitgestellte Formular aus Sicht der Datenschützer ausreichend ist, werden diese in den kommenden Wochen bewerten.

Weitere Artikel zum Thema:

via heise.de
Bild via shutterstock

Julien Bremer
Julien Bremer, GIGA-Experte.

Ist der Artikel hilfreich?

Kommentare zu dieser News

* Werbung