Google Wallet: Neues Leben für den digitalen Geldbeutel

Rafael Thiel

Google hat eine weitere Übernahme zu vermelden: der Konzern sichert sich den mobilen Bezahldienst Softcard. Damit einher geht eine Kooperation mit den Us-Netzbetreibern AT&T, T-Mobile und Verizon, wodurch Google Wallet in den USA auf zahlreichen Smartphones vorinstalliert sein wird. Die drei US-Provider hatten den auf NFC basierenden Service vor einigen Jahren gegründet.

Google Wallet: Neues Leben für den digitalen Geldbeutel

Das Gerücht kursierte bereits seit geraumer Zeit, jetzt ist es offiziell: Google kauft Softcard. In einer Presseerklärung erklärt das Unternehmen aus Mountain View, sich die Technologie sowie das System des mobilen Bezahldienstes angeeignet zu haben. Damit soll der hauseigene Dienst Google Wallet gestärkt werden. Die Übernahme ist zudem mit einer Kooperation mit den drei Gründungsunternehmen verbunden: AT&T Mobility, T-Mobile USA und Verizon Wireless gründeten den mobilen Bezahldienst 2010 unter dem Firmennamen ISIS – der später aufgrund etwaigem Verwechslungspotential in Softcard geändert wurde. Welche Summen bei dieser Transaktion geflossen sind, wurde nicht verlautet.

softcard

Die zugekaufte Technologie und das Knowhow der Mitarbeiter wird nun Google Wallet zugutekommen. Durch die einhergehende Kooperation wird Googles Bezahldienst gar auf von den genannten Mobilfunkanbietern verkauften Smartphones mit Android KitKat und höher vorinstalliert sein.

Bislang erfuhr Google Wallet nach der Vorstellung 2011 lediglich stiefmütterliche Aufmerksamkeit. Grund dafür war die Ablehnung der genannten Provider, die mit Softcard eben ein eigenes Angebot am Start hatten. Mit Apple Pay wurde der Markt jedoch unlängst ordentlich aufgemischt, was Google nun dazu veranlasst hat, den eigenen Dienst wieder auf Vordermann zu bringen. Da Sprint vorher bereits auf Google Wallet setzte, sind durch die Akquisition von Softcard jetzt alle großen US-amerikanischen Provider an Bord und dürften dem Konzern dadurch dabei helfen, sich gegenüber der Konkurrenz von Apple in Position zu bringen – in den USA, denn anderswo sind die Dienste (noch) nicht eingeführt. Zu dieser illustren Ründe könnte sich bald auch Samsung gesellen. Die Südkoreaner kauften ihrerseits jüngst mit LoopPay entsprechend ein.

Quelle: Google, Softcard via Anand Tech

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung