Google Y-Labs: Larry Page will Städte und Flughäfen der Zukunft entwickeln

Rafael Thiel 3

Schon lange verbirgt sich hinter Google mehr als nur eine einfache Suchmaschine. Der Konzern expandierte in den vergangen Jahren in unzählige Geschäftsbereiche und gilt als treibende Kraft hinter zahlreichen Innovationen und Projekten. Doch Mit-Gründer und Chef Larry Page will ein „Google 2.0“, das die Städte und Flughäfen der Zukunft baut. Dazu wurde eine neue Abteilung für sogenannte Moonshot-Projekte eingeführt: Google Y soll an noch langfristigeren Plänen arbeiten als das Google X-Lab.

Was haben wir von Google nicht alles schon gesehen: Smarte Kontaktlinsen, Drohnen und Luftballons für die Bereitstellung von Internetzugängen und sogar selbstfahrende Autos sind beim Konzern bereits in der Entwicklung und dürften in den nächsten Jahren und Jahrzehnten für Aufsehen sorgen. Doch Konzernchef Larry Page denkt aber noch weiter in die Zukunft. Wie Techjournalist Amir Efrati The Information berichtet, plane Page sein Unternehmen auf die nächste Entwicklungs-Stufe zu bringen. Das Projekt „Google 2.0“ wurde intern vor etwa einem Jahr ins Leben gerufen und beschäftigt sich mit den großen Aufgaben der Menschheit - der kommerzielle Gedanke soll dabei zunächst hinten anstehen. Zu diesem Zweck wurde ein weiteres Forschungs- und Entwicklungslabor gegründet.

Google-self-driving-car
Google Self-Driving-Cars: Das Moonshot-Projekt des Konzerns konnte das Labor verlassen.

Bilderstrecke starten(23 Bilder)
Googles Friedhof: 23 Projekte, die vom Mega-Konzern zu Grabe getragen wurden

Während Google X unter der Leitung von Sergey Brin an Moonshot-Projekten für die kommenden Jahre arbeitet, soll bei Projekten, die im Google Y-Lab entwickelt werden, noch langfristiger gedacht und agiert werden. So gedenkt Larry Page The Information zufolge, mit Google Y effizientere Flughäfen und Städte für die Zukunft zu entwickeln. Der Mit-Gründer von Google will Musterbauten errichten um der Welt zu zeigen, wie es besser geht, so Efrati. Doch auch „kleinere“ Projekte gehören zum Aufgabenbereich der rund 100 Mitarbeiter bei Google Y: Der Bericht nennt hier als Beispiel die zentimetergenaue Ortsbestimmung von Geräten, um darauf basierend weitere Dienste anbieten zu können. Ebenso wird an neuen Methoden zur Authentifizierung jenseits von klassischen – und unsicheren – Passwörtern geforscht.

google-glass-fotos-9
Auch Google Glass entstammt den semi-geheimen Google X-Labs.

Google soll seinem Gründer zu träge, die einzelnen Abteilungen zu groß geworden sein. Mit „Google 2.0“ will Larry Page dem Bericht nach einerseits wieder etwas mehr Kontrolle über sein Unternehmen gewinnen und andererseits flexibler und innovativer agieren können. Wir dürfen gespannt sein, was Google uns in Zukunft noch so alles bescheren wird. Schließlich scheut man in Mountain View bekanntlich nicht davor zurück, Geld und Ressourcen in waghalsige Ideen und größenwahnsinnige Visionen wie Hoverboards, Teleportationsgeräten und Aufzüge ins All  zu investieren.

Quelle: The Information [via The Verge]

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung