In einem Blogeintrag gibt das Google seine Pläne für das „Project Zero“ an: Namhafte Hacker sollen zusammen mit dem Suchmaschinenriesen für sicherere Google-Software sorgen.

Hierfür nimmt sich der Konzern nicht irgendwelche Hacker zur Brust, sondern greift direkt zur Elite. Beispielsweise ist hier Geohot zu nennen, der dem ersten iPhone einen sogenannten Jailbreak verpasste oder den Kopierschutz der Playstation 3 lahmlegte.

Auch bei Google machte er bereits Schlagzeilen: Der Konzern bot bis zu 150.000 US-Dollar für das Aufspühren von Sicherheitslücken an. Geohot knackte den Browser und kassierte für das Knacken des Chrome-Browsers die angepriesene Summe. Weitere Mitglieder des Project Zero-Teams können eine auf ähnliche „Erfolge“ verweisen.

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Googles Project Zero: Auch fremde Software wird auf den Prüfstand gestellt

Google möchte sich jedoch nicht nur selbst einer Prüfung unterziehen, sondern auch fremde Software auf den Prüfstand stellen. Werden hier Sicherheitslücken gefunden, bekommen die Entwickler ein „angemessenes Zeitfenster“ gesetzt, um die Lücken zu beheben. Wird bis dahin nicht gehandelt, werde man die Lücke öffentlich bekanntgeben, so Google.

Doch soll nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinger auf die betroffenen Entwickler gezeigt werden, das Project Zero-Team wird auch unterstützend zur Seite stehen. Derzeit sucht Google noch Verstärkung für das Team: Über zehn Mitglieder sollen bald für mehr Sicherheit sorgen.

Das Team wird geleitet von Chris Evans, dem ehemaligen Chromium-Sicherheitschef.

via PC Welt, Quelle: Google Project Zero
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