„Okay Google“: Entwickler können Google-Sprachsuche mit sechs Zeilen Code in eigene Apps einbauen

Rafael Thiel 2

Die Google-Sprachsuche wird immer präsenter in Android: mittlerweile ist die Suchleiste an allerlei Orten aufzufinden, zudem kann der Benutzer die Sprachsuche mit einem Trick von überall per Hotword aufrufen. Aber das ist noch nicht alles: Mit nur wenigen Codezeilen können Entwickler ihre Apps ab sofort aufbohren und in gesprochene Suchanfragen einbinden. Damit schreitet die verbale Interaktionen mit dem Smartphone weiter voran – „Okay Google everywhere“ lässt grüßen.

„Okay Google“: Entwickler können Google-Sprachsuche mit sechs Zeilen Code in eigene Apps einbauen

„Suche nach Pizza in meiner Nähe bei Lieferando“ – anstatt einer umständlichen Suche im Web könnte sich daraufhin schon bald die installierte Anwendung des Lieferservice-Vermittlers mit entsprechenden Ergebnissen auf dem Smartphone öffnen. Auch Kalender-Apps lassen sich auf diese Weise elegant per Spracheingabe durchsuchen, wie das folgende Beispiel eindrucksvoll demonstriert.

Jack Underwood hat seinen Today-Kalender bereits dahingehend angepasst, denn Entwicklern wird nur wenig Arbeit abverlangt: Im offiziellen Android-Blog wird diese neue Möglichkeit der Google Suche-Integration kurz erläutert; es bedarf zur Implementierung lediglich sechs Codezeilen, die im Android-Manifest der Anwendung eingebaut werden müssen.

<activity android:name=".SearchableActivity">
    <intent-filter>
        <action android:name="com.google.android.gms.actions.SEARCH_ACTION"/>
        <category android:name="android.intent.category.DEFAULT"/>
    </intent-filter>
</activity>

Bislang beschränkt sich diese Einbindung noch auf Suchanfragen. Im Frühjahr diesen Jahres machte das Gerücht von „Okay Google everywhere“ die Runde, wonach es schon bald möglich sein wird, sein Android-Gerät umfassend via Sprache bedienen zu können. So soll es dadurch beispielsweise möglich sein, ein Bild bequem per Sprachbefehl zu teilen oder eine E-Mail abzuschicken. Seitdem hat Mountain View einige Schritte in diese Richtung gemacht, indem man etwa die Google-Suche per Hotword überall aufrufbar machte – obwohl bis jetzt nur mit Englisch als Primärsprache möglich. Die optionale Integration von Drittanbieter-Anwendungen in den Suchprozess ist nur folgerichtig und benötigt dabei übrigens kein Update der Google Suche-App.

Quelle: Android Blog [via Android Police]

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung