PAX: Android-Hersteller ignorieren Googles Patentabkommen

Kaan Gürayer

Google will Frieden in der Android-Welt. Damit sich Android-Hersteller nicht gegenseitig mit Patentklagen überziehen, hat der Konzern ein Schutzabkommen namens „PAX“ ins Leben gerufen. Einige Branchengrößen fehlen aber. 

Der eigentliche Name des Abkommens lautet „Android Networked Cross-License“, doch Google hat sich für die Abkürzung PAX entschieden. Wer im Lateinunterrricht geschlafen hat: „Pax“ bedeutet Frieden – und genau das will Google mit der Vereinbarung erreichen.

Das Patentabkommen sieht vor, dass alle Teilnehmer Patente untereinander lizenzfrei austauschen, die entweder mit Android oder Google-Applikationen zu tun haben. Damit soll verhindert werden, dass sich Hardwarehersteller innerhalb des Android-Ökosystems gegenseitig wegen Patentstreitigkeiten verklagen. Mehr als 230.000 Patente umfasst die Vereinbarung, die Teilnahme ist kostenlos. Google ruft ausdrücklich alle interessierten Unternehmen auf, sich an „PAX“ zu beteiligen.

Die Zahl der Hersteller, die dem Ruf aus Mountain View gefolgt sind, ist bislang aber noch überschaubar. Neben Google sind Samsung Electronics, LG Electronics, HTC, Foxconn Technology Group, Coolpad, BQ, HMD Global und Allview an Bord.

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Diverse Branchengrößen fehlen

An sich eine illustre Liste, dennoch fehlen einige Android-Giganten wie etwa Huawei, Sony oder Lenovo. Weshalb die Unternehmen sich noch nicht an „PAX“ beteiligt haben, geht aus Googles Pressemitteilung hingegen nicht vor. Womöglich halten die Unternehmen ihr eigenes Patentportfolio für stark genug, um sich gegen Angriffe selbst schützen zu können, ohne ihre Patente mit Konkurrenten teilen zu müssen. Dass Google im Vorfeld auch bei Huawei, Sony und Co. angefragt hat, dürfte wohl außer Frage stehen.

Quelle: Paxlicence.org

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