Play Store: Altersfilter für Apps, mehr Transparenz für Entwickler

Andreas Floemer

Google hat heute eine Neuerung für Nutzer angekündigt, die sich auf den Play Store positiv auswirken dürften. Denn fortan erhalten Anwendungen und Spiele eine branchenübliche Alterskennzeichnung gemäß des internationalen Standards der International Age Rating Coalition (IARC), der auch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für Deutschland angehört. Für Entwickler wurde es ein neues Tool für abgelehnte Apps angekündigt.

Play Store: Altersfilter für Apps, mehr Transparenz für Entwickler

Google Play Store erhält Alterskennzeichnung

Google zieht im Play Store weiter die Zügel an: Heute hat das Unternehmens im hauseigenen Produkte-Blog angekündigt, ein altersbezogenes Einstufungssystem für Apps und Spiele einzuführen, das sich an Branchenstandards orientiert.

Entwickler müssen ab heute zu all ihren Anwendungen und Spielen einen Fragebogen ausfüllen, um auf diesem Wege eine Alterseinstufung für ihre Apps zu erhalten. Dies ist verpflichtend, sofern Entwickler ihre Anwendungen im Play Store angezeigt bekommen wollen. Google stellt für den Einstufungsprozess in der Developer Console einen Fragebogen bereit, der sich rasch ausfüllen lassen soll. Falls der Fragebogen für eine App nicht ausgefüllt wird, erhält diese Anwendung die Einstufung „Unrated“ („nicht eingestuft“) und wird möglicherweise in bestimmten Regionen oder für bestimmte Nutzer gesperrt. Laut Google muss ab Mai dieses Jahres für alle neuen Apps und Updates ein Alterseinstufungs-Fragebogen ausgefüllt werden, bevor sie in den Play Store wandern können.

Google wird im Laufe der kommenden Wochen den Play Store aktualisieren und eine entsprechende Filterfunktion integrieren, mit der Eltern für ihre Kinder auf Smartphones und Tablets nur bestimmte Apps und Games, basierend auf dem System, verfügbar machen können.

Das neue System basiert auf den offiziellen Einstufungen der International Age Rating Coalition (IARC) und weiteren teilnehmenden Organisationen. Zu letzteren gehören beispielsweise das Entertainment Software Rating Board (ESRB), die Pan-European Game Information (PEGI), das Australian Classification Board, die Classificação Indicativa (ClassInd) und auch die deutsche Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Ferner wird in Regionen, in denen keine entsprechende Instanz für die Altersfreigabe oder Selbstkontrolle existiert, eine allgemeine Alterseinstufung für Apps und Games angezeigt.

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Play Store: Neues Tool hilft Entwicklern bei der App-Zulassung

Vor Monaten hatte Google angekündigt, den Play Store redaktionell besser zu betreuen und Apps vor dem Upload in den Store zu prüfen, um Nutzern so eine bessere Qualität zu liefern. Im Zuge dessen sind oftmals Anwendungen abgelehnt oder aus dem Play Store entfernt worden, da sie gegen die Programmrichtlinien verstoßen haben. Um Entwicklern mehr Transparenz zu bieten, hat Google ein neues Tool eingeführt, mit dem Developer eine bessere Übersicht erhalten, warum eine App abgelehnt oder gesperrt wurde. Anhand dieser Informationen soll es künftig leichter sein, Apps bei leichten Verstößen gegen die Play Store-Richtlinien rasch zu überarbeiten und anschließend eine erneute Veröffentlichung zu beantragen. Der Mangel an Feedback bei abgelehnten Apps gilt als einer der größten Kritikpunkte, die App-Entwickler bislang gegenüber Google hervorbrachten.

Quelle: Google Produkte-Blog

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