Google muss laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshof Suchergebnisse auf Anfrage „vergessen“. Doch auch hier gilt „das Internet vergisst nichts“: Auf einer Homepage werden die gelöschten Suchergebnisse indexiert.

 

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Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Google-Suchergebnisse, welche sich auf Privatpersonen beziehen, müssen im Zweifel gelöscht werden. Vor zwei Wochen gab Google bekannt, dass 70.000 Personen 267.000 Löschanträge stellten.

Im ersten Moment hört es sich natürlich gut an, unliebsame und ohnehin schon alte Suchergebnisse über die eigene Person aus dem Internet verschwinden lassen zu können, zumindest was die Anzeige bei dem Suchmaschinenriesen aus Mountain View angeht.

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Die bekannt gewordenen Fälle von entfernten Suchergebnissen machen aber klar: Meist geht es um relevante Artikel über Personen, die im öffentlichen Leben stehen. Das damit die Pressefreiheit nicht unangetastet bleibt, dürfte wohl unumstritten sein.

Zum Thema: Bing Löschformular

Streisand-Effekt für gelöschte Suchergebnisse

Screenshot: HiddenfromGoogle.com
Screenshot: HiddenfromGoogle.com

Die Webseite „Hidden From Google“ nimmt sich genau diesem Problem an und setzt auf den Streisand-Effekt: Auf ihr werden alle bekannten Fälle gelistet, in welchen Suchergebnisse auf Wunsch der jeweiligen Person entfernt wurden. Jeder der möchte, kann einem ihm bekannten Fall einsenden, der dann dort indexiert wird.

Bei den gelisteten Ergebnissen kann sich dann jeder selbst ein Bild machen, warum der jeweilige Link wohl entfernt worden ist, beziehungsweise welches Interesse die involvierte Person an der Entfernung dieses haben könnte.

Umfassende Informationen zu dem Thema findet ihr im Artikel „Google – Recht auf Vergessen: Gefahr für die Pressefreiheit?“.

via t3n