Schadensersatz: Oracle fordert 9,3 Milliarden US-Dollar von Google

Kaan Gürayer 10

An absurd hohe Schadensersatzforderungen haben wir uns im Zuge von Patentstreitigkeiten mittlerweile gewöhnt. Bei der Summe aber, die Oracle von Google jetzt fordert, bleibt einem doch das Lachen im Halse stecken: Für Urheberrechtsverletzungen verlangt der Softwarekonzern nicht weniger als 9,3 Milliarden US-Dollar Schadensersatz. 

Schadensersatz: Oracle fordert 9,3 Milliarden US-Dollar von Google
Bildquelle: Flickr/Pictures of Money .

Seit Jahren befinden sich Google und Oracle in einem Rechtsstreit, der sich um die Nutzung von Java in Android dreht. Der Internetkonzern argumentiert, dass die Verwendung von Java durch die sogenannten „Fair Use“-Richtlinien abgedeckt wird. Oracle sieht das hingegen anders und fordert nachträglich Lizenzzahlungen in Millionenhöhe.

Moment, Millionenhöhe? Tatsächlich: Von den 9,3 Milliarden US-Dollar (circa 8,2 Milliarden Euro), die der Konzern von Google aufs Konto überwiesen haben möchte, entfallen lediglich 473 Millionen US-Dollar auf nachträgliche Lizenzzahlungen. Stolze 8,8 Milliarden US-Dollar verlangt das Unternehmen, weil Google mit Android seit 2008 angeblich Milliardengewinne durch eingeblendete Werbung, dem Play Store und anderen mit Android verwandten Geschäften erzielt hat.

Oracle: Google hat 22 Milliarden US-Dollar mit Android verdient

Ohne Java gäbe es kein Android, so die Argumentation von Oracle, weshalb es nur fair sei, wenn der Konzern im Nachhinein an den Gewinnen durch Android beteiligt werde. Laut Oracle hat Google bislang rund 22 Milliarden US-Dollar an Gewinn mit Android erwirtschaftet, wie ein Gerichtsbericht aus dem Januar belegt. Ob die Zahl tatsächlich korrekt ist, sei mal dahingestellt. Oracle glaubt aber daran und will offensichtlich ein Stück des Kuchens.

 

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Ab Android N wird OpenJDK verwendet

Da ein endgültiges Urteil noch aussteht, liegt es an den Gerichten, ob und wie viel Google an Oracle zahlen muss. Für die Zukunft hat der Suchmaschinenanbieter aber bereits vorgesorgt: Ab Android N wechselt das mobile Betriebssystem auf das offene OpenJDK – darauf hat Oracle keinen Anspruch.

Quelle: Compuerworld

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