Zusammenlegung von Chrome OS und Android: Google dementiert

Kaan Gürayer

Laut Hiroshi Lockheimer wird es vorerst keine Elefantenhochzeit zwischen Android und Chrome OS geben, wie erst jüngst neuerlich spekuliert wurde. Google stehe voll und ganz hinter Chrome OS und habe nicht vor, das Betriebssystem aufzugeben. 

Vergangene Woche berichtete das Wallstreet Journal, dass Google an der Verschmelzung von Android und Chrome OS arbeite und diese bis 2017 über die Bühne bringen möchte. Die Publikation berief sich etwas nebulös auf „mit der Materie vertraute Person“, denen zufolge der Suchmaschinenbetreiber bereits seit zwei Jahren an einer Hochzeit zwischen seinen beiden Betriebssystemen tüftele. Vor kurzem, so die Quelle, sei dem Unternehmen ein technischer Durchbruch gelungen, weshalb der Zusammenschluss von Android und Chrome OS jetzt mittelfristig auf der Tagesordnung stehe.

Dieser Meldung widerspricht Hiroshi Lockheimer, seit der Konzernumstrukturierung verantwortlich für mobile Betriebssysteme, Chrome OS und Chromecast, nun aber energisch. In einem Blogpost erläuterte der Entwickler, dass Google ganz und gar hinter Chrome OS stehe und es keinerlei Pläne gebe, das 2009 vorgestellte Betriebssystem auslaufen und in Android aufgehen zu lassen. Zwar arbeiten die Kalifornier intensiv daran, Chrome OS und Android näher zueinander zu führen und „das Beste aus beiden Welten“ zu vereinen, Chrome OS per se solle aber eigenständig bleiben.

Chromebooks dominieren das US-amerikanische Bildungswesen

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Um den Erfolg des Cloud-Betriebssystems zu verdeutlichen, verwies Lockheimer auf einige beeindruckende Zahlen: Jeden Tag würden in US-amerikanischen Klassenräumen mehr als 30.000 Chromebooks aktiviert – und damit mehr als alle anderen im Bildungswesen eingesetzten Geräte zusammen. Außerdem haben weltweit mehr als 2 Millionen Lehrer und Schüler in über 150 Ländern die sogenannte „Share to Classroom“-Erweiterung installiert, über die Lehrer mit nur einem Klick interessante Webseiten an die Chromebooks ihrer Schüler senden können. Doch nicht nur im Bildungswesen erfreuen sich die Chromebooks großer Beliebtheit, auch größere Unternehmen wie Netflix oder Starbucks setzen auf die Geräte, da sie sich leicht in die firmeneigene IT-Struktur integrieren und ohne viel Aufwand gewartet werden können – von der Tatsache, dass Chromebooks aufgrund ihrer Software enorm sicher sind und keine Anti-Virus-Software benötigten, ganz zu schweigen.

Viele Neuerungen für Chrome OS

Für die Zukunft kündigte Lockheimer außerdem weitere Verbesserungen an Chrome OS an: Unter anderem arbeite man derzeit an einem neuen Media Player für das Betriebssystem, es seien größere Änderungen an der Optik geplant, die sich an der mit Android 5.0 Lollipop eingeführten Designsprache Material Design orientieren sollen, die Performance soll weiter verbessert werden und natürlich hat Google auch weiterhin ein großes Augenmerk auf die Sicherheit.

Bis auf Weiteres werden Android und Chrome OS also wie gehabt getrennte Wege gehen, wie sich aus den Äußerungen von Lockheimer entnehmen lässt. Das bedeutet aber freilich nicht, dass die beiden Betriebssysteme zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft nicht doch miteinander vereint werden – immerhin ergibt eine Verschmelzung ja auch tatsächlich Sinn, da sich Android und Chrome OS auf wunderbare Weise ergänzen könnten. Trotz des Dementis dürfen wir für die Zukunft also weitere Gerüchte dieser Art erwarten.

Quelle: Android Blog, via: Android Authority

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