Project Glass - Google

Google arbeitet nun daran Werbung im Internet zu optimieren. Wenn man also nach Schuhen sucht, werden einem auf Folgeseiten mit Werbeflächen auch passende Angebote angezeigt. Sucht man dagegen nach Wintermode, dann kommen Jacken und Handschuhe usw.

Der Suchmaschinenriese mischte aber irgendwann auch auf anderen Gebieten mit. Videoportale stellten ein riesiges Werbepotenzial gegenüber dem Fernsehen dar, heute setzt YouTube Milliarden Dollar im Jahr um, viele Existenzen wurden dort gerettet, gegründet oder aufgebaut. Mithilfe des Betriebssystems Android ist es außerdem möglich, das Google-Universum in die Hand von vielen Hundert Millionen potenzieller Kunden zu legen.

Ein Grund, warum das Unternehmen auch dafür sorgen möchte, dass jeder Mensch auf der Welt Internetzugang hat. Jeder Nutzer stellt potenziellen Umsatz dar. Das geht soweit, dass wir irgendwann mit einer Google Glass auf der Nase Angebote zu Produkten angezeigt bekommen, wenn wir sie sehen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

 

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Das Ziel ist Vernetzung

Die Frage Was macht Google als Nächstes?“ ist also sehr einfach zu beantworten: Google wird größtenteils daran arbeiten, dass jeder Mensch irgendwann schnell, günstig, einfach und überall ins Internet kommt. Außerdem werden alle Google Dienste daraufhin optimiert intelligent Verbraucherdaten auszulesen, zu erfassen und zu einem Kontext zusammenzufügen.

Google arbeitet an Smartphones und Tablets, an Google Glass, laut Gerüchten an einer Smartwatch, an Google Fiber und Google Project Loon und seit Neustem entwickelt Andy Rubin Roboter für Automatisierungssysteme. Außerdem arbeitet man ständig am Suchalgorithmus der beliebten Suchmaschine und mit Google Graph und dem Neural Network hat man ein System entwickelt, welches erschreckend mächtig ist. Dank diversen Patenten wie dem Social Media Bot werden Parallelen zum Computersystem Skynet (Terminator) nicht zu Unrecht genannt und verwundern bei einer sehr unterhaltsamen Aktion wie der letzten Google I/O After Hour Session auch nicht mehr allzu sehr.

Google IO 2013 After Hour

Please don't be evil

Abschließend bleibt nur zu hoffen, dass ein mächtiges Unternehmen wie Google niemals in die falschen Hände gerät. Wenn der Suchmaschinenriese alles richtig macht, und vieles haben sie bisher schon revolutioniert, dann wird Werbung bald nicht mehr nervig, störend und unnötig sein, sondern komplett auf mich zugeschnitten angezeigt. Ich halte das für eine sehr gute Entwicklung und eine Win-Win Situation für Verbraucher und Unternehmen.

Das einzige Problem, das ich bei Google sehe, ist der Support. Google muss so unglaublich viele Dienste unter einen Hut bekommen, Probleme bei Google+/YouTube/GMail sind daher leider nicht nur vorprogrammiert, sondern schon an der Tagesordnung. Hier muss definitiv massig Know-how investiert werden, sonst geht der Verbraucher irgendwann auf die Barrikaden.

Artikelbild: Shutterstock
bearbeitet durch Jens Herforth

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Jens Herforth
Jens Herforth, GIGA-Experte.

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