Hewlett & Packard, auch bekannt unter dem Kürzel HP, könnte in absehbarer Zukunft in zwei Firmen aufgeteilt werden. Aktuellen Gerüchten zufolge wolle man die Abteilung für die Entwicklung von Verbraucherprodukten von der Enterprise-Sektion abspalten. Dadurch soll in den jeweiligen Bereichen ein stärkerer Fokus und somit eine höhere Effizienz erzielt werden.

HP wurde im vergangenen Jahr von Lenovo von der Spitze der größten PC-Hersteller der Welt verdrängt und auch im mobilen Sektor sieht es für das US-amerikanische Unternehmen nicht sonderlich gut aus. Vor einigen Jahren musste man WebOS und die dazugehörigen Smartphones und Tablets aufgeben und hat seitdem keine ambitionierten Versuche in dieser Hinsicht gemacht. Gelegentlich wurden neue Tablets für den Budget-Sektor vorgestellt, als Hardware-Lieferant fungiert mittlerweile offenbar auch Huawei. Einen großen wirtschaftlichen Erfolg konnte HP allerdings schon seit einer ganzen Weile nicht mehr für sich verbuchen, was die nun kolportierte Aufspaltung des Unternehmens in zwei separate Firmen ändern könnte.

Die Enterprise-Sparte würde gegenüber der Consumer-Sektion von einer Trennung wohl stärker profitieren, da erstere im Moment noch vergleichsweise stabil läuft und möglicherweise durch die Misserfolge bei den Verbraucherprodukten ausgebremst wird. Durch die bereits stattgefundenen Umstrukturierungen kann HP an der Börse seit Anfang 2014 einen kleinen Anstieg verzeichnen, ist jedoch weit entfernt von den noch vor einigen Jahren erzielten Bestwerten. Mit der Trennung des Unternehmens könnte sich dies drastisch ändern, zumindest für die Enterprise-Sektion - ob die Trennung wirklich die erhoffte Kehrtwende in Sachen Consumer Devices mit sich bringen wird, bleibt dagegen abzuwarten. Noch heute soll eine offizielle Verkündigung der Aufspaltung stattfinden; wie sich die beiden neuen Teile des Unternehmens nennen werden, ist noch nicht bekannt.

Ist eine Aufspaltung der Firma der richtige Weg? Oder ist die Chance für HP, auf dem Verbrauchermarkt im mobilen Sektor einzusteigen, ohnehin schon vertan? Meldet euch wie immer in den Kommentaren zu Wort.

Quelle: Wall Street Journal [via Phone Arena]