HTC BlinkFeed: Pilotprogramm mit nativen Werbeanzeigen gestartet – noch deaktivierbar

Rafael Thiel

Eine beliebte Einnahmequelle bei Unternehmen: Werbung. Das hat offenbar auch HTC erkannt. In einem Blogeintrag kündigt der strauchelnde Smartphone-Hersteller an, den eigenen BlinkFeed im Rahmen eines Pilotprogramms um native Anzeigen ausgewählter Firmen zu erweitern. Der Benutzer wird indes fürs erste gesponserte Inhalte noch deaktivieren können – ob es langfristig dabei bleibt, ist derweil unklar.

Es sind wahrlich keine rosigen Zeiten für HTC. Das aktuelle Flaggschiffmodell bleibt in jeder Hinsicht hinter den Erwartungen zurück, der Aktienkurs hat einen ungeahnten Tiefstand erreicht und zu guter Letzt kreisen mittlerweile sogar die Geier über dem Unternehmen. Denn wie kürzlich bekannt wurde, zieht ASUS in Erwägung, den taiwanischen Smartphone-Hersteller zu übernehmen. Aus dem Hauptquartier von HTC schallte zwar sogleich ein vehementes Dementi – wie lange angesichts der schwachen Geschäftszahlen noch an dieser Position festgehalten werden kann, ist aber mehr als fraglich.

HTC monetisiert den BlinkFeed – gesponserte Inhalte von Yahoo und Co.

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Im Herbst soll unter neuer Führung angeblich schon das nächste Flaggschiff-Smartphone ins Haus stehen, um die Kehrtwende zu bringen. Bis dahin gilt es die ohnehin schon miserablen Geschäftszahlen stabil zu halten. Da sich das HTC One M9 nicht sonderlich gut verkauft hat, könnte die Monetisierung des BlinkFeeds, die bereits in der Gerüchteküche diskutiert wurde, zumindest etwas Geld in die Kassen spülen. Das im hauseigenen Blog angekündigte Pilotprogramm für den News-Aggregator beschränkt sich vorerst auf die USA, Großbritannien, Taiwan, China sowie Deutschland.

HTC-BlinkFeed-Werbung

Im Blogeintrag verspricht HTC, dass die Anzeigen trotz nativer Einbindung stets als solche erkennbar sein sollen und nicht mit regulären Einträgen verwechselt werden können. Dort heißt es auch, dass der Benutzer die Möglichkeit haben „wird“, gesponserte Inhalte auszublenden – es ist undeutlich kommuniziert, ob diese Funktion von Beginn an implementiert ist, nachträglich eingepflegt wird oder überhaupt über das Pilotprogramm hinaus bestehen bleiben wird. Die Werbung beinhaltet aktuell Inhalte von Yahoo, Twitter, Appia und HTC selbst. Das Programm startet nach Angaben des Unternehmens schon heute. Im Play Store ist bereits ein entsprechendes Update für die HTC Sense-Startseite eingefahren, das die „promoteten Inhalte“ freischalten dürfte. Ob eine solche Erweiterung bei der Kundschaft gut ankommen wird, darf angezweifelt werden.

HTC Sense Startseite
Entwickler: HTC Corporation
Preis: Kostenlos

Quelle: HTC Blog via Android Police

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