HTC: Internes Memo von CEO Peter Chou über Wege aus der Krise

Daniel Kuhn

Über HTC gab es in den letzten Wochen viel zu berichten: Obwohl die Smartphones der One-Serie sich gut verkaufen, sind die Umsätze um die Hälfte zurückgegangen, Entlassungen waren eine logische Konsequenz. In einem Memo an die Mitarbeiter gibt CEO Peter Chou nun zu, dass es noch einige Bereiche gibt, die verbessert werden müssen, damit HTC wieder zu alter Stärke zurückfindet.

Dass es bei HTC derzeit nicht so ganz rund läuft, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben – nachdem die Umsätze in den letzten Monaten rapide zurückgegangen sind und Stellen gekürzt wurden, haben viele gleich ein große Krise herbeigeredet. Dass diese Probleme zwar real, aber letztendlich doch nicht so schwerwiegend sind, wie oft dargestellt wird, hatten wir ja bereits geklärt. Nun hat Peter Chou, der CEO von HTC in einem Memo an die Mitarbeiter einen ähnlichen Ton angeschlagen.

Chou gibt zwar zu, dass die Umsätze zurückgegangen seien und HTC gerade vor einigen kurzfristigen Herausforderungen stehe, die Mitarbeiter sollten sich allerdings nicht von den Meldungen aus Industrie und Presse beeinflussen lassen, da HTC auch nach wie vor ein starker Player auf dem Markt sei, der finanziell immer noch gut dastehe. Gleichzeitig gesteht Chou aber ein, dass es innerhalb des Unternehmen derzeit viel Optimierungsbedarf gebe.

HTC sei immer ein Unternehmen gewesen, das schnell reagiert und gehandelt habe – durch das massive Wachstum der letzten 2 Jahren wurde der Konzern allerdings stark ausgebremst. Als Lösungsansätze präsentiert Chou zwei Vorschläge: Zum einen muss der Bürokratieapparat abgebaut werden und zum anderen muss wieder mehr Entschlossenheit Einzug halten. Selbst wenn beschlossen wurde, dass etwas getan werden müsse, wurde dies dann entweder gar nicht, oder nur halbherzig umgesetzt.

Es bleibt also spannend zu beobachten, ob und wie schnell HTC es schafft, das Unternehmen umzustrukturieren und ob die Taiwaner dadurch gestärkt aus der Krise, egal ob klein oder groß, hervorgehen.

Quelle: Wall Street Journal [via The Verge]

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