Am One hängt, zum One drängt doch alles — zumindest bei HTC: Dass das aktuelle Smartphone-Flaggschiff für die krisengeplagten Taiwaner schon vor seinem Launch zum Quasi-Messiahs avanciert ist, wissen wir seit geraumer Zeit. Allerdings haben Lieferprobleme bislang verhindert, dass der erhoffte positive Effekt auf die Umsatzzahlen auch eingetreten ist; erst seit April erholen sich diese allmählich.

Noch im März dieses Jahres lagen die Umsätze HTCs beinahe 50 Prozent unter denen des Vorjahres — dramatisch, keine Frage, allerdings waren in diesen ja auch noch kaum Verkäufe des ausgezeichneten und durchaus begehrten HTC One berücksichtigt. Nun, das der April vorbei ist, sieht das Ganze schon etwas rosiger aus, auch wenn rosig absolut betrachtet zugegeben etwas euphemistisch formuliert ist: Im Vergleich zum Vormonat ist der Umsatz des Unternehmens um ordentliche 23 Prozent auf rund 664 Millionen US-Dollar gestiegen, die klaffende Lücke zu den Zahlen aus 2012 konnte damit auf nur noch rund 37 Prozent verkleinert werden.

Das ist nun kein Grund zum Jubeln für HTC; aber ein gutes Indiz dafür, dass man mit dem One einen fruchtbaren Weg beschritten hat, der sich wohl auch in den kommenden Wochen und vielleicht sogar Monaten noch positiv auf die Unternehmenszahlen auswirken dürfte.

Die ganz großen Hoffnungen, die man bei HTC hatte, mit dem One im zweiten Quartal bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz zu generieren, dürften wohl aber unerfüllt bleiben — dafür hätte das Unternehmen die rechtzeitige weltweite Verfügbarkeit des Smartphones besser organisieren müssen — tatsächlich hat man aber kostbare Zeit vor allem im Wettlauf mit dem großen Konkurrenten, dem Samsung Galaxy S4 verloren, gegen das One ab jetzt antreten muss. Wir wagen mal die Prognose, dass der taiwanischen Schönling (das One, nicht Peter Chou) da allein schon ob der unterschiedlichen Marketing-Etats den Kürzeren ziehen wird.

Apropos Peter Chou: Wollte der nicht zurücktreten, sollte das One kein kein Verkaufsschlager und das Unternehmen weiter von der Krise gebeutelt werden? So toll das Smartphone an sich geworden ist, das mit dem Verkaufsschlager wird wie gesagt schwierig werden — und daran dürfte die HTC-Chefetage eher schuld sein, als dass sie Lorbeeren für Design und Verarbeitung des Gerätes verdienen …

Quelle: unwired view [via SlashGear]


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