HTC: Neuausrichtung mit Fokus auf Virtual Reality

Kaan Gürayer 5

Zweiter Frühling für HTC? Der gebeutelte Hersteller werde sich neu aufstellen und verstärkt auf Virtual Reality setzen. Smartphones sollen in Zukunft hingegen nur noch die zweite Geige spielen, sagte HTC-Chefin Cher Wang im Interview mit dem britischen Telegraph. 

HTC: Neuausrichtung mit Fokus auf Virtual Reality

Ende Dezember gab sich Wang noch kämpferisch: „HTC werde niemals verschwinden“, so die 57-jährige gegenüber Pressevertretern. Markige Worte für die Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens, das 2015 ein Horror-Jahr sondergleichen erlebt hat und aufgrund von Flops wie dem One M9 vor dem Abgrund stand. Knapp zwei Wochen später wird nun langsam klar, wie die Kampfansage Wangs zu deuten ist.

Im Rahmen der CES 2016 gab die HTC-Chefin dem britischen Telegraph ein Interview und erläuterte die Geschäftsstrategie des taiwanischen Konzerns. Wang zufolge habe sich HTC entschlossen, sich „neu aufzustellen“ und den Fokus auf den zukunftsträchtigen Markt der Virtual Reality-Brillen zu setzen. Man sei nun „realistischer“, fügte Wang hinzu.

Aus ihrer Sicht hat HTC auf dem Smartphone-Markt mit gleich zwei Herausforderungen zu kämpfen: Einerseits pumpen Unternehmen wie Apple gigantische Summen in die Werbung, mit denen HTC einfach nicht mithalten kann. Daneben wird das Unternehmen von aufstrebenden chinesischen Mitbewerbern wie Xiaomi unter Druck gesetzt. Letztgenanntes entspricht tatsächlich der Realität – beim Marketing muss sich HTC hingegen an die eigene Nase fassen, wenn man beispielsweise an die missglückte Werbekampagne mit Robert Downey Jr. denkt.

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Hauptaugenmerk liegt auf der HTC Vive

Der Fokus auf Virtual Reality bedeutet freilich nicht, dass sich HTC komplett aus dem Verkauf von Smartphones verabschiedet. Im laufenden Jahr möchte das Unternehmen mit „verbesserten Innovationen und Design“ punkten, wie Ende 2015 bekannt wurde. Allerdings dürfte das Hauptaugenmerk in Zukunft auf der HTC Vive liegen, die der Konzern in Zusammenarbeit mit Spieleentwickler Valve entwickelt hat. Mit der Vive Pre wurde auf der CES 2016 eine überarbeitete Version vorgestellt, die unter anderem eine frontseitige Kamera besitzt und sich angenehmer tragen lässt. Der kommerzielle Release der VR-Brille ist weiterhin für den April 2016 anvisiert.

Quelle: Telegraph 

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