HTC: Niedrigster Aktienkurs seit 10 Jahren erreicht

Tuan Le 2

Zurück zu den Anfängen: Die wirtschaftliche Entwicklung des Smartphone-Herstellers HTC scheint mit dem niedrigsten Aktienkurs seit 10 Jahren einen weiteren Tiefpunkt erreicht zu haben. Insgesamt wurde der Vermögenswert des Unternehmens um 83 Millionen Euro reduziert, zudem werden in diesem Quartal voraussichtlich 35 Prozent weniger Smartphones verkauft als vorhergesagt wurde.

Wohin geht es mit HTC? Die wirtschaftliche Zukunft  des Unternehmens ist weiterhin ein großes Fragezeichen und die Talfahrt zeichnet sich derzeit deutlich in den Aktienwerten ab. Nach einem Absturz um 9,9 Prozent erreichte HTC mit einem Wert von umgerechnet 2,41 Euro den niedrigsten Kurs seit Mai 2005 – zwei Jahre vor dem Release des ersten iPhones, der auch für HTC den Beginn einer neuen Ära markierte. Von dem Ruhm und Glanz, den sich das Unternehmen mit für damalige Verhältnisse innovativen und vor allem hervorragend verarbeiteten Smartphones erarbeiten konnte, scheint mittlerweile aber immer weniger übrig zu bleiben.

Dabei sollte das HTC One M9 der neue Hoffnungsträger für das Unternehmen werden – was sich indes (noch) nicht bewahrheitete. Durch eine geringe Nachfrage ließ das neue Flaggschiff-Modell die Umsätze sogar einbrechen, während die günstigeren Mittelklasse-Smartphones den Konzern noch vor einem weiteren Absturz bewahrten. HTC hat die Vorhersagen für dieses Jahr dementsprechend korrigiert und geht davon aus, dass 35 Prozent weniger Geräte verkauft werden als bisher prognostiziert wurde. Anstelle der zuvor erwarteten Umsätze zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro im zweiten Quartal werden jetzt entsprechend der fallenden Verkaufszahlen nur noch 945 Millionen Euro erwartet. Laut Jasmine Lu, Analystin bei der Investmentbank Morgan Stanley, sei das Vertrauen der Investoren in das Management erschüttert, sodass mit einem Sturz der Aktienwerte auf 1,63 Euro pro Anteil zu rechnen ist.

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Anstelle der erhofften 1 Cent Gewinn pro Unternehmensanteil ist dem derzeitigen Stand nach mit mindestens 27 Cent Verlust pro Anteil zu rechnen. Es bleibt abzuwarten, wie HTC dieser Talfahrt ein Ende bereiten will: Im März gab es bereits einen Führungswechsel bei HTC, die neue Chefin Cher Wang entschuldigte sich sogar bei den Aktionären für den aktuellen Kurs. Im Oktober wird den Angaben des Unternehmens zufolge das nächste Flaggschiff-Produkt erscheinen, zudem wird das Spitzen-Smartphone des nächsten Jahres eine völlig neue Richtung einschlagen.

Quelle: Bloomberg via Reddit, SmartDroid

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