HTC Power to Give: Neue App unterstützt wissenschaftliche Forschungen

Oliver Janko 7

Samsung schaffte es vor wenigen Tagen mit einer eher ungewöhnlichen Meldung in die Schlagzeilen: Das Unternehmen kooperiert mit der Uni Wien, um es den dortig arbeitenden Wissenschaftlern zu ermöglichen, auf die Rechenleistung unserer Smartphones zuzugreifen – sofern man die passende App installiert hat, versteht sich. HTC hat nun ebenfalls eine derartige Anwendung entwickelt, mit „Power to Give“ kann jeder Nutzer sein Smartphone der Wissenschaft zur Verfügung stellen.

HTC Power to Give: Neue App unterstützt wissenschaftliche Forschungen

Dr. David Anderson, seines Zeichens Professor an der Universität von Kalifornien, hat wohl von Samsungs Einsatz an der Uni Wien gelesen. Vielleicht auch nicht, spielt auch keine Rolle – was er aber getan hat, ist sich an HTC zu wenden, um ein ähnliches Programm an den Start zu bringen. Die Idee ist einfach: Wissenschaftliche Arbeiten und Berechnungen brauchen jede Menge an Rechenleistung, die nur wenige Computer bereitstellen können, was meist mit immensen Kosten einhergeht. Der Plan also: Die Rechenleistung soll aufgeteilt werden, und zwar auf unsere geliebten mobilen Begleiter. Wer sich nun Sorgen um sein Smartphone macht, sei beruhigt: Um die Leistung bereitzustellen, muss erst einmal eine App installiert werden. Das gute Stück hört auf den Namen „HTC Power to Give“ und steht kostenlos im Play Store zur Verfügung.

Zudem funktioniert das Ganze nur dann, wenn das Smartphone mit dem WLAN verbunden ist und am Stromnetz hängt – das Datenvolumen und der Akku werden dadurch geschont. Mitmachen kann grundsätzlich jeder, auf dessen Smartphone die App läuft. Die meisten gängigen High End- und Mittelklasse-Geräte bieten genügend Power, um problemlos nebenbei Rechenleistung bereitstellen zu können. Und wer ganz sicher gehen will: Der perfekte Zeitpunkt für die Power to Give-App ist nachts, da hängt das Smartphone meist ohnehin am Strom und wird nicht benutzt. Einziges Problem derzeit: Die Anwendung läuft bislang nur mit Geräten von HTC, dem Galaxy S4 und Sony Xperia Z1 – mit der Zeit sollen aber mehr und mehr Geräte integriert werden.

Gegenleistung für die Bereitstellung gibt es übrigens keine, der Nutzer kann aber auswählen, welche Projekte er unterstützen will. Und: Vielleicht hilft genau dein Smartphone, um wichtige Fortschritte in der Bekämpfung von AIDS oder Krebs, der Medikamentenforschung oder beim Suchen nach extraterrestrischen Lebensformen zu machen. HTC selbst gibt an, das die Rechenleistung von rund einer Million Smartphones in etwa der eines Supercomputers entspricht. Also: Installieren und helfen, die Wissenschaft dankt!

HTC Power To Give
Entwickler: HTC Corporation
Preis: Kostenlos

[via Netzpiloten]

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